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Ex-US-Vizepräsidentin Harris deutet erneute Präsidentschaftskandidatur an
Knapp anderthalb Jahre nach ihrer Niederlage bei der US-Präsidentschaftswahl hat die frühere US-Vizepräsidentin Kamala Harris eine erneute Kandidatur angedeutet. Bei einer Veranstaltung einer Bürgerrechtsorganisation in New York sagte Harris am Freitag auf eine entsprechende Frage: "Ich könnte, ich könnte. Ich denke darüber nach!" Es war Harris' bisher stärkster Hinweis darauf, dass sie bei Wahl im Jahr 2028 erneut antreten könnte.
Die Demokratin Harris hatte als damals amtierende Vizepräsidentin 2024 klar gegen Donald Trump verloren. Die Partei hatte Harris nur wenige Wochen vor der Wahl zur Kandidatin ernannt, nachdem US-Präsident Joe Biden sich nach einem katastrophal verlaufenen Fernsehduell gegen Trump im Juli 2024 aus dem Wahlkampf zurückgezogen hatte.
Harris sagte nun bei der von einer Organisation des Bürgerrechtlers Al Sharpton organisierten Veranstaltung, sie sei damals nur "einen Herzschlag" von der Präsidentschaft entfernt gewesen. "Ich habe viele Stunden im Oval Office im Situation Room verbracht. Ich kenne den Job. Und ich weiß, was er erfordert", führte Harris weiter aus.
Die 61-Jährige hatte sich nach ihrer Niederlage zunächst aus dem Rampenlicht zurückgezogen. Im vergangenen September veröffentlichte Harris ihre Memoiren, zuletzt absolvierte sie mehrere Auftritte in den US-Südstaaten. Aus ihr nahestehenden Kreisen war zuletzt verlautet, Harris sei zwar noch unentschlossen, übernehme aber erste Schritte für eine Kandidatur.
Erste Umfragen deuten darauf hin, dass Harris unter den möglichen demokratischen Kandidaten am bekanntesten ist. Zu einer Nominierung als Präsidentschaftskandidatin der Demokraten wäre der Weg aber noch lang. In den vergangenen Wochen und Monaten hatten diverse prominente Politiker der Partei eine mögliche Kandidatur angedeutet.
W.Huber--VB