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Trump bestätigt: Waffenruhe im Iran-Krieg gilt nicht für den Libanon
US-Präsident Donald Trump hat israelische Angaben bestätigt, wonach die Waffenruhe im Iran-Krieg nicht für den Libanon gilt. Grund sei die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon, sagte Trump dem Sender PBS. Auf die Frage, ob er mit den anhaltenden israelischen Angriffen auf die Hisbollah einverstanden sei, antwortete Trump nach Angaben von PBS-Reporterin Liz Landers, das sei "Teil der Einigung" und werde später geregelt.
Deutschland, andere europäische Staaten und Kanada hatten dazu aufgerufen, die Waffenruhe "auch im Libanon" umzusetzen. Die unter anderem in Berlin veröffentlichte Erklärung wurde von den Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Großbritanniens, Kanadas, Dänemarks, der Niederlande, Spaniens sowie von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa abgegeben.
Darin wird "nachdrücklich auf rasche Fortschritte hin zu einer substanziellen Verhandlungslösung" gedrungen. Diese werde "entscheidend" sein, um die Zivilbevölkerung im Iran zu schützen und die Sicherheit in der Region zu gewährleisten.
Zudem könne eine Verhandlungslösung "auch eine schwere globale Energiekrise abwenden". Die Regierungen würden "dazu beitragen", die freie Schifffahrt in der wirtschaftlich und strategisch bedeutsamen Straße von Hormus zu gewährleisten.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte zuvor schon in einer eigenen Erklärung die Einigung auf eine Feuerpause im Iran-Krieg begrüßt und Verhandlungen für ein "dauerhaftes Ende des Krieges" gefordert.
Israel setzte seine Angriffe auf den Libanon unterdessen fort. Verteidigungsminister Israel Katz erklärte, die israelischen Streitkräfte hätten "einen Überraschungsangriff auf hunderte Hisbollah-Mitglieder ausgeführt". Zur Zahl der Opfer äußerte er sich nicht. Es sei jedoch "der schwerste Schlag, den die Hisbollah seit der Operation 'Beepers' erlitten hat", sagte Katz. Er bezog sich dabei auf von Israel organisierte Angriffe im Jahr 2024, bei denen Pager und Walkie-Talkies hunderter Hisbollah-Mitglieder im Libanon explodierten und viele von ihnen töteten.
Die USA und der Iran hatten eine zweiwöchige Feuerpause vereinbart, die US-Präsident Donald Trump in der Nacht zum Mittwoch (MESZ) verkündete. Der Vermittler Pakistan hatte ursprünglich erklärt, sie gelte für den gesamten Nahen Osten, einschließlich dem Libanon. Der Iran erklärte sich im Gegenzug bereit, die Straße von Hormus für vorerst zwei Wochen wieder zu öffnen.
Der Iran-Krieg hatte am 28. Februar mit Angriffen der USA und Israels auf die Islamische Republik begonnen. Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region.
F.Fehr--VB