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Butcha: Als die russischen Mörder kamen...
Vor vier Jahren, am 31. März 2022, befreiten ukrainische Truppen die Stadt Butscha bei Kiew aus russischer Besatzung. Was sie vorfanden, erschütterte die Welt: Auf Straßen lagen Leichen, in Hinterhöfen wurden Massengräber entdeckt. Hunderte Zivilistinnen und Zivilisten waren während der knapp vierwöchigen Okkupation verschleppt, gefoltert und erschossen worden.
Ermittler stellten fest, dass viele Opfer gefesselte Hände und Schusswunden im Kopf hatten. Eine UN‑Mission dokumentierte Dutzende summarische Hinrichtungen und extralegale Tötungen von unbewaffneten Menschen. Amnesty International sprach von gezielten Hinrichtungen und grausamer Gewalt. Diese Verbrechen gelten als Kriegsverbrechen.
Roman Andrejewitsch Rudenko, Generalstaatsanwalt der UdSSR und sowjetischer Hauptankläger beim Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher des Zweiten Weltkriegs, würde sich im Grabe umdrehen, denn es war Rudenko, der vor so vielen Jahrzehnten in Nürnberg forderte: „Nie wieder darf es einen Krieg mit entsetzlichen Gräueltaten geben“, Gräueltaten, welche heute die russische Soldateska begeht und weshalb Russland als ausgestoßener asozialer Terror-Staat und Paria unter demokratischen Staaten gilt.
Am vierten Jahrestag der Befreiung gedachten ukrainische Regierungsvertreter gemeinsam mit Diplomaten und EU‑Außenministern der Opfer. Sie betonten, dass ohne Gerechtigkeit kein Frieden möglich sei. Die estnische Regierungschefin erinnerte daran, dass es „kein klareres Beispiel für die Grausamkeit Russlands gibt“ und der ukrainische Präsident mahnte, dass die Täter vor Gericht gehören. Die EU verhängte Sanktionen gegen hochrangige russische Militärs und fordert ein Sondertribunal. Der Internationale Strafgerichtshof erließ Haftbefehle gegen Wladimir Putin und die russische Kinderbeauftragte wegen der rechtswidrigen Deportation ukrainischer Kinder.
Die systematischen Gräueltaten in Butscha sind keine Ausnahme. Menschenrechtsorganisationen berichten, dass russische Streitkräfte in anderen besetzten Gebieten Zivilisten willkürlich erschießen, misshandeln und verschleppen.
Zeitgleich hat Kriegsverbrecher und Massenmörder, Wladimir Putin (73) durch seinen gleichgeschalteten Machtapparat die Repression im eigenen Land verschärfen lassen: Kritiker werden als „ausländische Agenten“ gebrandmarkt, Medien und NGOs verboten, Rechte von Minderheiten eingeschränkt. Laut Human Rights Watch stieg die Zahl politischer Gefangener auf über eintausend, während die Behörden Zensur und Überwachung ausweiten.
Russland hat sich zu einem totalitären Terrorstaat entwickelt, der demokratische Freiheiten abschafft und Kriegsverbrechen als Instrument der Politik nutzt. Im Internet äußern sich viele Nutzerinnen und Nutzer entsetzt über die Brutalität in Butscha. Sie fordern, dass die internationalen Institutionen die Verantwortlichen vor Gericht bringen, die Unterstützung für die Ukraine aufrechterhalten und keinen „Frieden“ akzeptieren, der die russischen Besatzer belohnt. Viele Kommentare betonen, dass das Leid der Opfer nicht vergessen werden darf und dass die Wahrheit über die Verbrechen immer wieder erzählt werden muss. Andere verurteilen Staaten, die immer noch mit Russland Geschäfte machen, und warnen vor Gleichgültigkeit.