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Trump verlängert Ultimatum für den Iran mutmaßlich bis Dienstag
US-Präsident Donald Trump hat sein dem Iran gesetztes Ultimatum zur Öffnung der Straße von Hormus mutmaßlich um einen Tag verlängert. In seinem Onlinedienst Truth Social veröffentlichte Trump am Sonntag den schlichten Hinweis "Dienstag, 20.00 Uhr" (Ortszeit, Mittwoch 2.00 Uhr MESZ). Zuvor hatte Trump Teheran Montag als Frist genannt, bis zu der eine Einigung erzielt werden müsse. Andernfalls drohe eine massive Zerstörungswelle von Kraftwerken und Brücken im Iran.
"Wenn sie nicht schnell eine Einigung erzielen, werde ich alles in die Luft jagen und das Öl übernehmen", sagte Trump zuvor dem Fernsehsender Fox News. Zugleich äußerte er sich zuversichtlich, dass noch vor Ablaufen des Ultimatums eine Einigung erreicht werden könnte. "Ich glaube, dass es für morgen gute Chancen gibt. Sie verhandeln gerade", sagte Trump.
Zuvor hatte der US-Präsident auf seinem Onlinedienst Truth Social dem Iran mit verstärkten Angriffen auf Kraftwerke und Brücken gedroht, wenn das von ihm gestellte Ultimatum überschritten werden sollte. "Öffnet die verdammte Meerenge, ihr verrückten Bastarde, oder ihre werdet in der Hölle leben", erklärte Trump mit Blick auf die Straße von Hormus. "Dienstag wird der Tag der Kraftwerke und der Tag der Brücken, alles in einem."
Trump hatte am 26. März ein eigentlich auslaufendes Ultimatum an den Iran verschoben. Auf Bitten der iranischen Regierung setze er "die Frist zur Zerstörung von Energieanlagen um zehn Tage bis Montag, den 6. April 2026" aus, schrieb er damals auf Truth Social.
Der einflussreiche iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf antwortete auf die jüngsten Drohungen Trumps seinerseits mit einer Warnung. Die "rücksichtslosen Schritte" Trumps "stürzen die USA in eine Hölle für jede einzelne Familie, und unsere gesamte Region wird brennen", erklärte Ghalibaf am Sonntag im Onlinedienst X.
Der russische Außenminister Sergej Lawrow forderte derweil in einem Telefonat mit seinem iranischen Kollegen Abbas Araghtschi, Washington solle "die Sprache der Ultimaten" aufgeben und an den Verhandlungstisch zurückkehren. Wie Lawrows Büro am Sonntag mitteilte, hoffe Moskau darauf, "dass die Bemühungen einer Reihe von Staaten zur Deeskalation der Spannungen rund um den Iran erfolgreich sein werden".
Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen auf den Iran begonnen. Teheran reagiert seitdem mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region. Zudem sperrte der Iran die Straße von Hormus de facto für den Schiffsverkehr. Weltweit stiegen dadurch die Ölpreise.
H.Weber--VB