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Abgeordneter: Irans Ölexporte von Insel Charg nehmen trotz Krieg zu
Die iranischen Ölexporte von der Ölinsel Charg haben nach offiziellen Angaben trotz des Iran-Kriegs zugenommen. "Nach meinen Besuchen und Treffen auf der Insel Charg muss ich sagen, dass die Ölexporte in den vergangenen Tagen nicht nur nicht zurückgegangen sind, sondern sogar gestiegen sind", sagte der Vorsitzende des Energieausschusses des iranischen Parlaments, Moussa Ahmadi, laut Berichten der Nachrichtenagentur Isna am Samstag.
Charg liegt vor der Westküste des Iran und ist ein bedeutender Terminal für Ölexporte aus dem Land. US-Präsident Donald Trump hatte mit der "Vernichtung" der Insel gedroht, sollte keine Einigung mit der iranischen Führung zustande kommen und die Straße von Hormus nicht "sofort" wieder öffnen.
Mitte März hatten die USA eigenen Angaben zufolge militärische Ziele auf der Insel angegriffen. Die dortige Ölinfrastruktur verschonten sie jedoch.
Iranische Regierungsvertreter warnten jüngst, dass die USA möglicherweise einen Bodenangriff planen, der insbesondere auf eine der iranischen Inseln abzielen könnte. Die Warnung erfolgte vor dem Hintergrund der Ankunft in der Region des amphibischen Angriffsschiffs "USS Tripoli" der US-Marine mit etwa 3500 Marineinfanteristen und Matrosen an Bord vor rund einer Woche.
T.Suter--VB