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Womöglich mehrere Migranten an bosnisch-kroatischer Grenze gestorben
Im Grenzgebiet zwischen Bosnien und Kroatien sind möglicherweise mehrere Menschen bei dem Versuch ums Leben gekommen, über die Balkanroute in die westliche EU zu gelangen. Rettungskräfte versuchten, mehrere Dutzend mutmaßliche Migranten aus dem sumpfigen Gebiet zu bergen, sagte Kroatiens Innenminister Davor Bozinovic am Mittwoch dem Radiosender HRT. Er äußerte zugleich die Befürchtung, dass einige der Menschen gestorben sein könnten.
Nach seinen Angaben versuchten etwa hundert Mitarbeiter der Rettungskräfte, darunter Polizisten und Feuerwehrleute, die Gruppe nahe dem Dorf Babina Greda im Südosten Kroatiens zu erreichen. "Das Gelände ist extrem schwierig und undurchdringlich", sagte Bozinovic.
Die Helfer konnten demnach zu einigen Mitgliedern der Gruppe vordringen, möglichweise kamen aber andere bei der Überquerung des Grenzflusses Save ums Leben. "Das ist eine Situation, mit der wir leider seit Jahren konfrontiert sind," sagte Bozinovic weiter. "Migranten verlieren ihr Leben bei illegalen Grenzübertritten."
Das EU-Mitglied Kroatien ist ein wichtiges Transitland für Migranten auf dem Weg in den Westen. 2025 wurden 14 Todesfälle von Migranten in Kroatien verzeichnet, in diesem Jahr waren es bislang zwei. Der Internationalen Organisation für Migration (IOM) zufolge kamen auf der Balkanroute seit 2014 mehr als 400 Menschen ums Leben.
R.Flueckiger--VB