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Iran-Krieg: Wadephul fordert "abgestimmte Politik" mit den USA
Mit Blick auf den Iran-Krieg hat Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) zu einer engen Abstimmung mit den USA aufgerufen. "Für die Bundesregierung ist es von großer Bedeutung, dass wir genau wissen, was unsere amerikanischen Partner beabsichtigen", sagte Wadephul am Donnerstag beim G7-Außenministertreffen in Cernay-la-Ville bei Paris. Die Bundesregierung erwarte, "dass wir eine abgestimmte Politik formulieren", betonte er. Er zeigte sich zuversichtlich, dass mit Blick auf den Iran-Krieg eine "gemeinsame Position" mit den USA definiert werden könne.
Wadephul sagte, es gebe "Anzeichen" dafür, dass die USA direkt mit dem Iran sprächen. Dies sei "ermutigend und begrüßenswert". US-Präsident Donald Trump hatte am Montag erklärt, dass es Verhandlungen mit der iranischen Seite gebe. Die Führung in Teheran bestreitet jedoch Gespräche mit den USA. Die pakistanische Regierung sprach am Donnerstag von indirekten Verhandlungen zwischen Washington und Teheran unter Vermittlung Islamabads.
Kurz vor dem Beginn des G7-Treffens war Wadephul im sogenannten E3-Format mit seinem französischen Kollegen Jean-Noël Barrot und seiner britischen Kollegin Yvette Cooper zusammengekommen. Auch in diesem Kreis bestehe Konsens, dass mit den USA eine gemeinsame Position entwickelt werden müsse.
US-Außenminister Marco Rubio wird am Freitag zu dem G7-Treffen in Frankreich erwartet. Aus dem Kreis der G7 hat kein Mitgliedstaat die Angriffe auf den Iran ausdrücklich unterstützt.
Wadephul bekräftigte die deutsche Ablehnung, wegen der steigenden Öl- und Gaspreise in Folge des Iran-Kriegs die Sanktionen gegen Russland zu lockern. Das wäre "eine falsche Maßnahme", betonte er. Es müsse vielmehr darum gehen, "den Druck auf Putin zu erhöhen". Russland sei und bleibe die größte Bedrohung für Frieden und Sicherheit in Europa. "Die Unterstützung für die Ukraine darf jetzt nicht bröckeln", sagte Wadephul.
J.Marty--VB