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Gericht gestattet vorübergehenden Hausarrest für Brasiliens inhaftierten Ex-Präsidenten Bolsonaro
Der brasilianische Oberste Gerichtshof hat einen Antrag des früheren Präsidenten Jair Bolsonaro auf eine Umwandlung seiner Gefängnisstrafe in Hausarrest für einen begrenzten Zeitraum gestattet. "Ich genehmige einen vorübergehenden humanitären Hausarrest für einen Zeitraum von zunächst 90 Tagen", erklärte Richter Alexandre de Moraes am Dienstag laut Gerichtsunterlagen. Der verurteilte Ex-Präsident hatte bis vergangene Woche wegen Symptomen einer Lungenentzündung auf der Intensivstation gelegen.
Sobald er aus dem Krankenhaus entlassen werde, darf der 71-Jährige dem Gericht zufolge in den Hausarrest wechseln. "Danke, Gott!", erklärte seine Frau Michelle Bolsonaro nach Bekanntgabe der Entscheidung im Onlinedienst Instagram.
Der rechtsradikale Politiker hatte das größte lateinamerikanische Land von 2019 bis 2022 regiert. Im vergangenen September wurde er schuldig gesprochen, seine Anhänger zur Erstürmung des Obersten Gerichts, des Präsidentenpalastes und des Kongresses in Brasília am 8. Januar 2023 angestiftet zu haben. Demnach versuchte er, einen Putsch zu organisieren, um seine Wahlniederlage gegen seinen linksgerichteten Nachfolger Luiz Inácio Lula da Silva zu kippen.
Der Oberste Gerichtshof Brasiliens hatte zuvor mehrere Anträge Bolsonaros zurückgewiesen, seine Strafe unter Hausarrest zu verbüßen.
S.Spengler--VB