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Merz "dankbar" für Vertagung von Trumps Plänen zu Angriffen auf iranische Kraftwerke
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, die Pläne für Angriffe auf Kraftwerke im Iran zu vertagen, begrüßt. "Ich bin dankbar, dass er heute gesagt hat, dass er das noch einmal um fünf Tage verschiebt und jetzt auch die Möglichkeit für unmittelbare und direkte Kontakte mit der iranischen Führung eröffnet", sagte Merz am Montag in Berlin.
Er habe am Sonntag mit Trump telefoniert und dabei mit dem US-Präsidenten auch über die Lage im Mittleren Osten gesprochen, sagte der Kanzler weiter. "Ich habe ihm meine Bedenken im Hinblick auf die angekündigten Angriffe auf die Kraftwerke im Iran vorgetragen."
Trump hatte am Montag wenige Stunden vor Ablauf seines Ultimatums zur Straße von Hormus eine Kehrtwende vollzogen. Nach von ihm als "sehr gut und konstruktiv" bezeichneten Gesprächen mit Teheran vertagte er die Angriffspläne. Iranische Medien dementierten allerdings, dass es Gespräche mit den USA gebe.
Noch am Samstag hatte Trump mit Angriffen auf iranische Kraftwerke gedroht, sollte Teheran die Straße von Hormus nicht bis Dienstag um 01.44 Uhr MEZ wieder für den Schiffsverkehr freigeben. Das iranische Militär beantwortete Trumps Ultimatum, indem es mit einer langfristigen Blockade der Straße von Hormus drohte.
Merz sagte zu dem Konflikt bei der Pressekonferenz in Berlin, er habe Trump in dem Telefonat angeboten, "dass wir in jeder Hinsicht dabei behilflich sind", Kontakt herzustellen. "Wir verfügen über gute Kontakte in die gesamte Region." Er habe ihm auch angeboten, "dass wir miteinander arbeiten und miteinander auch alles tun, um so schnell wie möglich zu einem Waffenstillstand in der Region zu kommen". Das sei im Augenblick schwierig und auch nicht ohne das Einverständnis Israels möglich. Jedoch sei auch "viel Hoffnung dabei".
F.Fehr--VB