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Kommunalwahl in Frankreich: Rechtspopulisten scheitern in Toulon
In der zweiten Runde der französischen Kommunalwahlen ist die rechtspopulistische Partei Rassemblement National (RN) in der südfranzösischen Hafenstadt Toulon gescheitert. Die Liste der RN-Kandidatin Laure Lavalette kam nach Hochrechnung nur auf 45 bis 47 Prozent und lag damit abgeschlagen hinter der konservativen Amtsinhaberin Josée Massi. Toulon galt während des Wahlkampfs als möglicherweise größte Stadt, in der der RN die nächste Bürgermeisterin stellen könnte.
In Nîmes, wo der RN sich ebenfalls Chancen ausgerechnet hatte, setzte sich der Kandidat der kommunistischen Partei durch. Die Ergebnisse der Großstädte werden erst später erwartet, da die Wahlbüros dort noch bis 20.00 Uhr geöffnet waren. Ein Jahr vor der Präsidentschaftswahl gilt die Kommunalwahl als wichtiger Stimmungstest - auch wenn die Ergebnisse häufig sehr mit den lokalen Gegebenheiten zu tun haben und viele Kandidaten als parteilos antreten.
In etwa 1600 von 35.000 Kommunen gab es eine zweite Runde, weil in der ersten Runde vor einer Woche kein Kandidat die absolute Mehrheit erreicht hatte. Bis zum späten Nachmittag gaben nach Angaben des Innenministeriums gut 48 Prozent der Wählerinnen und Wähler ihre Stimme ab - damit war die Wahlbeteiligung etwa gleich hoch wie zum selben Zeitpunkt in der ersten Runde.
T.Zimmermann--VB