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Zweite Runde der Kommunalwahlen in Frankreich - Paris und andere Großstädte im Fokus
In Frankreich hat am Sonntag die zweite Runde der Kommunalwahlen stattgefunden - mit besonderer Spannung erwartet wurde der Ausgang der Rennen um die Bürgermeisterämter in Paris, Marseille und anderen Großstädten. Mit ersten Ergebnissen gerechnet wurde ab 20.00 Uhr. Der Urnengang galt als Stimmungstest für die Präsidentschaftswahl 2027.
Die zweite Wahlrunde wurde in 1580 Kommunen abgehalten. In den meisten der rund 35.000 französischen Gemeinden war die Entscheidung bereits in der ersten Runde am Sonntag zuvor gefallen.
Bis zur Mittagszeit gaben nach Angaben des Innenministeriums 20,33 Prozent der Wählerinnen und Wähler ihre Stimme ab - das war rund ein Prozentpunkt mehr als zur gleichen Uhrzeit in der ersten Runde. Am Ende des ersten Durchgangs war dann eine Beteiligung von nur rund 57 Prozent, verzeichnet worden - ein historisches Tief.
In der Hauptstadt konkurrierten die konservative Ex-Kulturministerin Rachida Dati und der Sozialist Emmanuel Grégoire um das Amt des Stadtoberhaupts. In den Umfragen vor der zweiten Runde lagen sie dicht beieinander. Grégoire war lange Stellvertreter der bisherigen Bürgermeisterin Anne Hidalgo, die Paris zur Fahrradstadt umgewandelt hatte.
In Marseille, der zweitgrößten Stadt des Landes, hoffte die rechtspopulistische Partei Rassemblement National (RN) darauf, künftig den Bürgermeister zu stellen. Die Gewinnchancen des RN-Kandidaten Franck Allisio wurden allerdings durch den taktischen Rückzug des linkspopulistischen Kandidaten geschmälert, der damit die Chancen des sozialistischen Amtsinhabers Benoît Payan steigern wollte.
In der zweiten Runde waren nur noch rund 17 Millionen Menschen zur Wahl aufgerufen, nach rund 49 Millionen im ersten Durchgang. In 1580 Kommunen hatte das Ergebnis der ersten Runde nicht gereicht, um das Stadtoberhaupt zu bestimmen.
U.Maertens--VB