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Israel: Neue "Angriffswelle" auf Hisbollah-Ziele im Südlibanon
Im Konflikt mit der Hisbollah im Libanon hat Israel nach eigenen Angaben eine neue "Angriffswelle" auf Ziele der mit dem Iran verbündeten Miliz geflogen. Die Luftangriffe seien gegen "terroristische Infrastruktur im Südlibanon" gerichtet, teilte die Armee am Sonntag mit. Nördlich der Stadt Tyros wurde eine wichtige Brücke getroffen.
Ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP sah nach der Attacke auf die Brücke von Kasmijeh Rauch aufsteigen. Der Übergang befindet sich an der Hauptküstenstraße, die die Region Tyros mit dem Rest des Landes verbindet.
Die israelische Armee hatte am Mittwoch angekündigt, verstärkt Brücken und Übergänge über den Fluss Litani ins Visier zu nehmen, um den Süden des Libanon vom Rest des Landes abzuschneiden. So solle die Hisbollah daran gehindert werden, Verstärkung und Waffen zu transportieren.
Der Fluss Litani spielt seit Jahren eine wichtige Rolle in den Anstrengungen, die Hisbollah-Miliz zurückzudrängen. Die Regierung in Beirut hatte im vergangenen Jahr die libanesische Armee angewiesen, bis Ende 2025 die militärische Infrastruktur der Hisbollah südlich des Litani zu zerstören und die Miliz anschließend auch im Rest des Landes zu entwaffnen.
Aus Israels Sicht setzte die libanesische Armee dieses Vorhaben jedoch nur unzureichend um. Bereits Ende des vergangenen Jahre verstärkte die israelische Armee ihre Angriffe auf die Hisbollah.
Seit Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar eskalierte der Konflikt zwischen Israel und der vom Iran finanzierten Miliz dann wieder massiv. Nach Angaben der libanesischen Behörden wurden seither mehr als 900 Menschen durch israelische Angriffe getötet. Hunderttausende Menschen seien durch die Gefechte vertrieben worden.
Israelische Rettungskräfte meldeten am Sonntag erstmals einen toten israelischen Zivilisten im Zuge der jüngsten Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah. Nahe der nordisraelischen Grenze wurde demnach ein Mensch durch Raketenbeschuss aus dem Libanon getötet. Die Hisbollah erklärte, sie habe "eine Raketensalve" auf israelische Soldaten im Kibbuz Misgav Am im Norden Israels abgefeuert.
P.Staeheli--VB