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Trump stellt Iran Ultimatum für Öffnung von Straße von Hormus - Angriffe auf Israel
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran ein Ultimatum bis Dienstag für die Wiederöffnung der Straße von Hormus gestellt. Sollte der Iran die Meerenge nicht wieder öffnen, "werden die USA seine verschiedenen Kraftwerke angreifen und zerstören", warnte Trump am Samstagabend (Ortszeit). Teheran drohte daraufhin mit Angriffen unter anderem auf die für die mit den USA verbündeten Länder der Golfregion sehr wichtigen Entsalzungsanlagen.
Trumps veröffentlichte seine Erklärung am Samstag um 20.44 Uhr (Ortszeit, Montag 1.44 Uhr MEZ) in seinem Onlinedienst Truth Social. Das Ultimatum gelte "ab genau diesem Zeitpunkt", schrieb er. Demnach soll die Frist am Dienstag um 01.44 Uhr MEZ ablaufen. Die US-Streitkräfte würden zuerst das größte iranische Kraftwerk angreifen, drohte Trump.
Seit Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar ist die von den iranischen Revolutionsgarden kontrollierte Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports passiert, faktisch gesperrt. Die Blockade sowie auch iranische Angriffe auf Öl- und Gasanlagen in der Golfregion ließen die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.
Die iranische Armee erklärte nach Trumps Drohung, sie würde mit Angriffen auf die Energie- und IT-Infrastruktur sowie auf Entsalzungsanlagen in der Region reagieren. Die Wasseranlagen sind lebenswichtig für die Millionen Menschen in den von Trockenheit geprägten Ländern der Golfregion.
Der Iran flog am Wochenende seine bislang Luftangriffe auf Israel seit Beginn des Krieges vor drei Wochen. Dabei wurden in den südlichen Städten Domina und Arad nach Angaben der Rettungsdienste mehr als 100 Menschen verletzt. Den Angriff in Dimona bezeichnete das iranische Staatsfernsehen als "Reaktion" auf den Beschuss der wichtigen iranischen Atomanlage Natans am Samstag.
Die israelische Armee teilte mit, in Dimona habe es einen "direkten Raketeneinschlag in ein Gebäude" gegeben. Außerhalb der Stadt liegt die gleichnamige Atomanlage, bei der es sich nach offizieller israelischer Darstellung um ein Kernforschungszentrum handelt. Weithin wird aber angenommen, dass die Anlage in der Negev-Wüste auch der Herstellung von Atomwaffen dient.
In Jerusalem war am Sonntag Luftalarm zu hören, nachdem die israelische Armee vor aus dem Iran kommenden Raketen gewarnt hatte. Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht. Auch in Tel Aviv gab es israelischen Medien zufolge Angriffe.
Die israelische Armee flog ihrerseits nach eigenen Angaben am Samstag neue Angriffe auf die iranische Hauptstadt. Dabei seien "Ziele des iranischen Terrorregimes im Herzen Teherans" ins Visier genommen worden.
In dem durch den Iran-Krieg wieder eskalierten Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz im Libanon meldeten israelische Rettungskräfte am Sonntag erstmals einen toten israelischen Zivilisten: Nahe der nordisraelischen Grenze wurde demnach ein Mensch durch Raketenbeschuss aus dem Libanon getötet. Die Hisbollah erklärte, sie habe "eine Raketensalve" auf israelische Soldaten im Kibbuz Misgav Am im Norden Israels abgefeuert.
Im Zuge der neuen Gewalteskalation zwischen Israel und der Hisbollah wurden laut den libanesischen Behörden seit Anfang März mindestens 900 Menschen getötet.
Auch der Irak ist vom Iran-Krieg betroffen. Dort wurde in der Nacht zum Sonntag der Flughafen der Hauptstadt Bagdad angegriffen. Irakische Sicherheitsvertreter sprachen gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von sechs bis acht Angriffen "mit Raketen und Drohnen". Sie richteten sich demnach gegen ein diplomatisches und logistisches Zentrum der USA am Flughafen.
Auch in Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten die Behörden Raketen- und Drohnenangriffe, die jedoch weitgehend abgewehrt worden seien.
G.Haefliger--VB