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Kein Zutritt für Muslime zur Al-Aksa-Moschee zum Ende des Ramadan
Hunderte Muslime haben am Freitag ihre Gebete zum Ende des Ramadan vor den Toren der Jerusalemer Altstadt abhalten müssen, weil der Zugang zur Al-Aksa-Moschee seit Beginn des Iran-Kriegs gesperrt ist. Immer wieder versuchten Gläubige mit Gebetsteppichen unter dem Arm im Morgengrauen, durch die Tore in die Altstadt zu gelangen. Dutzende israelische Polizisten drängten sie zurück, teilweise mit Gewalt.
"Die Al-Aksa-Moschee wurde uns weggenommen. Es war ein trauriger und schmerzlicher Ramadan", sagte der 60-jährige Palästinenser Wadschdi Mohammed Schweiki. "Es ist eine katastrophale Situation für die Bewohner von Jerusalem, für Palästinenser im Allgemeinen und für Muslime auf der ganzen Welt."
Seitdem Israel und die USA mit Angriffen am 28. Februar den Iran-Krieg begannen, sind die weltberühmten religiösen Stätten in Jerusalem - die Al-Aksa-Moschee, die Klagemauer und die Grabeskirche - aus Sicherheitsgründen gesperrt. In ganz Israel sind wegen der Bedrohung durch iranische Raketenangriffe Versammlungen mit mehr als 50 Teilnehmern verboten.
Nach Angaben von Experten ist es das erste Mal seit der israelischen Annexion von Ost-Jerusalem, dass die Al-Aksa-Moschee, die drittheiligste Stätte des Islam, während der letzten zehn Tage des Ramadan und des Festes Eid al-Fitr gesperrt ist. Normalerweise strömen zum Eid-Fest alljährlich zehntausende Muslime zu der Moschee.
Da ihnen der Zugang verwehrt war, bezogen einige hundert muslimische Gläubige am Freitagmorgen eine Position in der Nähe des Herodes-Tores zum Gebet, während ein Imam von einem Plastikstuhl aus eine kurze Predigt hielt. Anschließend trieben die israelischen Polizisten die Menge auseinander.
R.Braegger--VB