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US-Sondergesandter spricht in Minsk über möglichen USA-Besuch Lukaschenkos
Eine US-Delegation unter der Führung des Sondergesandten John Coale hat bei einem Besuch in Minsk am Donnerstag über die Freilassung politischer Gefangener und einen möglichen USA-Besuch von Präsident Alexander Lukaschenko gesprochen. Im Anschluss an führere Besuche Coales hatte die belarussische Regierung politische Gefangene freigelassen.
Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Wjasna sitzen in Belarus noch immer mehr als 1100 politische Gefangene ein. "Obwohl ich Ihnen immer wieder sage, dass wir keine politischen Häftlinge haben", werde er mit Coale über die Frage sprechen, sagte Lukaschenko dem US-Gesandten zu Beginn des Treffens, das teilweise im Fernsehen übertragen wurde. Auf den Bildern war zu sehen, wie Coale Lukaschenko zur Begrüßung umarmte.
Thema bei dem Treffen sei auch "die Möglichkeit eines Besuchs" Lukaschenkos in den USA gewesen, sagte Coale in einem Video, das von einem mit der belarussischen Präsidentschaft verbundenen Telegram-Konto veröffentlicht wurde. "Präsident Trump nennt Lukaschenko ständig einen guten Freund und respektierten Anführer", führte Coale weiter aus. US-Präsident Donald Trump verfolgt in seiner zweiten Amtszeit einen Kurs der Annäherung an Belarus. Er nahm das Land auch in seinen "Friedensrat" auf.
Vor dem Treffen hatte Lukaschenko in einem von Staatsmedien ausgestrahlten Video gesagt, er wollte mit Trump über den Iran-Krieg sprechen. Trump kämpfe im Nahen Osten "gegen unsere Freunde". Er bleibe aber "trotz gewisser Fehler ein Unterstützer" des US-Präsidenten.
Zuletzt hatte Coale Lukaschenko im Dezember in der belarussischen Hauptstadt getroffen. Im September hatte Minsk nach Vermittlungsbemühungen der US-Regierung dutzende politische Gefangene freigelassen. Im Gegenzug hoben die Vereinigten Staaten einige Sanktionen gegen Belarus auf, das im Ukraine-Krieg ein wichtiger Verbündeter Russlands ist.
L.Wyss--VB