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Bericht: Dänemark schickte nach Trump-Drohung Elitetruppen nach Grönland
Aus Furcht vor einer möglichen US-Invasion hat Dänemark laut einem Medienbericht im Januar ein Armeeregiment und Elitetruppen nach Grönland entsandt. Ein auf den 13. Januar datierter militärischer Einsatzbefehl habe Anweisungen zur Verteidigung der Arktisinsel enthalten, berichtete der dänische Sender DR am Donnerstag. Dies sei eine Reaktion auf den US-Militäreinsatz in Venezuela Anfang Januar gewesen, bei dem der damalige Präsident Nicolás Maduro von US-Soldaten gefangen genommen worden war.
"Wenn (US-Präsident Donald) Trump die ganze Zeit sagt, dass er Grönland kaufen will, und dann sehen wir, was in Venezuela passiert - wir mussten alle möglichen Szenarien ernst nehmen", sagte ein Vertreter des dänischen Militärs DR. "Das staatliche Räderwerk der Vereinigten Staaten läuft nicht wie früher", ergänzte er zur Erklärung.
Unter dem Deckmantel der Nato-Übung "Arctic Endurance" seien dann ein dänisches Regiment sowie Elitesoldaten nach Grönland entsandt worden - zusätzlich zu Soldaten der Bundeswehr, aus Frankreich und Schweden. Es habe sich um eine ordentliche Entsendung und nicht um eine Übung gehandelt, sagte eine weitere Quelle DR: "Es war unmissverständlich." Zusätzlich zu den Soldaten seien auch Blutkonserven für Transfusionen und Sprengstoff in das zu Dänemark gehörende Autonomiegebiet geschickt worden.
Die Bundeswehr hatte Mitte Januar ein 15-köpfiges Erkundungsteam für mehrere Tage nach Grönland entsandt. Auch Frankreich entsandte damals Soldaten. Die dänische Armee sowie die Regierungen in Grönland und Dänemark kommentierten den Bericht zunächst nicht.
Trump hat seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus vor mehr als einem Jahr immer wieder Besitzansprüche auf das zum Nato- und EU-Mitgliedstaat Dänemark gehörende Grönland erhoben und die Nato damit in eine tiefe Krise gestürzt. Drohungen einer gewaltsamen Übernahme nahm er Ende Januar nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte zurück.
Im Februar startete die Nato dann die Mission "Arctic Sentry", um die Sicherheit in der Region zu erhöhen. Beteiligt sind daran unter anderem dänische und US-Soldaten.
D.Schaer--VB