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USA fallen bei Index für Freiheit laut Bericht auf historischen Tiefstand
Der Index für Freiheit in den Vereinigten Staaten ist laut der US-Organisation Freedom House im vergangenen Jahr unter Präsident Donald Trump auf den niedrigsten Stand seit mehr als 50 Jahren gesunken. Auf einer Skala von bis 100 fiel der Wert um drei Punkte auf 81 ab, wie die Organisation am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte. Dies war der schlechteste Wert seit Beginn der Erhebung für das Jahr 1972.
Freedom House stuft die USA weiter als "frei" ein. Allerdings liegt die Punktzahl in der Erhebung jetzt unter der einiger europäischer Staaten und Südkoreas und auf demselben Niveau wie für Südafrika.
Freedom House erklärte, der Rückgang des Werts für die USA sei zurückzuführen auf eine "Dysfunktion" der Legislative und eine "Dominanz" der Exekutive, wachsenden Druck auf die Meinungsfreiheit und "Bemühungen der Regierung, Schutzmechanismen gegen Korruption zu untergraben".
Insgesamt leben laut Freedom House nur 21 Prozent der Menschen weltweit in Ländern, die als "frei" eingestuft werden. In den vergangenen zwei Jahrzehnten seien mehr Staaten von der Kategorie "frei" in die Kategorie "nicht frei" abgerutscht als umgekehrt, teilte Co-Autorin Cathryn Grothe mit. "Die Welt wird immer weniger frei."
Drei Staaten stiegen laut der Erhebung von "teilweise frei" in die Kategorie "frei" auf: Bolivien, Malawi und Fidschi. Das einzige Land, das 100 von 100 Punkten erhielt, war Finnland. Das Bürgerkriegsland Südsudan erreichte null Punkte.
Freedom House wurde 1941 in den USA gegründet. Die Organisation wird unabhängig verwaltet, hat in der Vergangenheit jedoch finanzielle Mittel der US-Regierung erhalten. Diese wurden zuletzt stark gekürzt.
C.Stoecklin--VB