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Trump: Könnte Verbündete bei Sicherung der Straße von Hormus alleine lassen
US-Präsident Donald Trump hat den Verbündeten gedroht, sie mit der Absicherung der Straße von Hormus alleine zu lassen. Er schrieb am Mittwoch in seinem Onlinedienst Truth Social, er könne die Länder, welche die Meerenge für den Schiffsverkehr nutzten, selbst eine Lösung finden lassen. Er reagierte damit auf die Weigerung Deutschlands und zahlreicher anderer Länder, die USA militärisch in dem Seegebiet zu unterstützen.
"Ich frage mich, was passieren würde, wenn wir den Rest des iranischen Terrorstaates 'fertigmachen' und die Länder, die (die Straße von Hormus) nutzen - wir tun es nicht - für die sogenannte 'Straße' verantwortlich sein lassen würden?", schrieb Trump. "Das würde einige unserer reaktionsschwachen 'Verbündeten' auf Trab bringen, und zwar schnell!!!"
Der US-Präsident hatte den Partnern am Dienstag mangels Hilfzusagen einen "sehr dummen Fehler" attestiert und die Haltung von Deutschland und anderen Ländern "sehr schockierend" genannt. Zugleich schrieb er auf Truth Social, die USA bräuchten die Unterstützung der Verbündeten gar nicht.
Seit Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar ist die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, durch das iranische Militär de facto gesperrt. Zudem beschoss der Iran Ölanlagen in mehreren Ländern der Golfregion sowie Öltanker. Dies ließ die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.
Das betrifft auch die USA, denn die Energiepreise werden am Weltmarkt gehandelt. Vor allem wegen der gestiegenen Treibstoffpreise steht Trump innenpolitisch unter Druck.
E.Burkhard--VB