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Mehr Menschen beginnen Pflegeausbildung: Zahl steigt 2025 auf rund 64.000
Im vergangenen Jahr haben mehr Menschen in Deutschland eine Pflegeausbildung im Gesundheitssektor begonnen. Die Zahl neuer Ausbildungsverträge stieg im Vergleich zum Vorjahr 2024 um acht Prozent oder 4900 auf rund 64.300, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Insgesamt befanden sich Ende des vergangenen Jahres demnach rund 158.000 Menschen in einer laufenden Ausbildung zur Pflegefachkraft. Dazu kamen weitere 1800 Studierende.
Die Gesamtzahl der Pflegeauszubildenden stieg den Angaben zufolge damit auf den höchsten Stand seit Einführung der sogenannten generalistischen Pflegeausbildung Anfang des Jahres 2010 - also der Zusammenführung der davor getrennten Ausbildungsgänge der Gesundheits- und Krankenpflege, der Altenpflege sowie der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege.
Nach Angaben des Arbeitgeberverbands Pflege war der Gesundheits- und Pflegebereich gemessen an der Zahl neuer Verträge damit im Jahr 2025 die mit Abstand beliebteste Ausbildungsbranche in Deutschland. Erst mit deutlichem Abstand sei etwa die Kraftfahrzeugmechatronik mit gut 24.000 neuen Auszubildenden gefolgt, erklärte der Verband am Mittwoch in Berlin. Er vertritt mehr als 950 Unternehmen im Altenpflegebereich.
Der Arbeitgeberverband kritisierte zugleich, dass "Fachkraftquoten und Personalschlüssel" einen Aufwuchs von belegbaren Pflegeplätzen trotz einer steigenden Auszubildendenzahl verhindere. Er sprach von einem "bürokratischen Relikt aus den Neunzigerjahren". Die Vorgaben müssten abgeschafft werden, damit künftig mehr Pflegebedürftige versorgt werden könnten. "Wer Versorgung sichern will, muss diese Blockaden lösen."
K.Sutter--VB