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Weitere Razzia bei rechtsextremer Zelle "Letzte Verteidigungswelle"
Im Auftrag der Bundesanwaltschaft finden seit Dienstagmorgen Durchsuchungen gegen Rechtsextremisten in Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein statt. Sie richten sich gegen zehn weitere mutmaßliche Mitglieder der Zelle "Letzte Verteidigungswelle", wie die Behörde in Karlsruhe mitteilte. Eine Beschuldigte soll eine Führungsfigur der Gruppe sein.
Die "Letzte Verteidigungswelle" flog im Mai 2015 auf. Damals wurden mehrere junge Beschuldigte festgenommen, sie waren zwischen 14 und 21 Jahre alt. Sie sollen sich im April 2024 zusammengeschlossen haben, um politisch motivierte Gewalttaten in Form von Brand- und Bombenanschlägen mit potenziell tödlichen Folgen zu verüben.
In Hamburg begann Anfang des Monats der Prozess gegen acht mutmaßliche Mitglieder und Unterstützer. Sie müssen sich vor dem Oberlandesgericht unter anderem wegen versuchten Mordes und Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation verantworten.
Die Gruppierung habe "durch Gewalttaten vornehmlich gegen Migranten und politische Gegner einen Zusammenbruch des demokratischen Systems" herbeiführen wollen, erklärte die Bundesanwaltschaft bei der Erhebung der Anklage.
Bei der Razzia am Dienstag gab es keine Festnahmen. Die Beschuldigten sollen sich der Gruppe zwischen April 2024 und Dezember 2024 angeschlossen haben, ebenfalls als Jugendliche oder Heranwachsende.
T.Zimmermann--VB