-
51 Milliarden Euro: Samsung erwartet massives Gewinnplus im zweiten Quartal
-
Ermittler: Auftragsmorde in Frankfurt am Main verhindert - fünf Festnahmen
-
Tabaksteuer soll schrittweise steigen - Steuermehreinnahmen in Milliardenhöhe
-
Bundesregierung will Förderung für Heizungstausch deutlich absenken
-
Opposition und DGB kritisieren Elterngeldpläne von Ministerin Prien deutlich
-
Was die Polizei vor einer Gefahr darf: Karlsruhe verhandelt über bayerische Regeln
-
Bereits 12.000 Menschen wegen Waldbrands in den Pyrenäen evakuiert
-
Sicherheitskreise: Bombenanschläge nahe Hotel von Macron in Damaskus
-
BUND fordert mehr ökologischen Hochwasserschutz als Konsequenz aus Ahrtal-Flut 2021
-
Anklage in Cold Case um brutalen Mord vor 41 Jahren in Baden-Württemberg erhoben
-
Nato-Gipfel in Ankara: Ischinger sieht Türkei als wichtigen Partner
-
Höchste Hitze-Alarmstufe in Teilen von drei spanischen Regionen
-
Linke kritisiert Pläne zu Elterngeldreform als "Bankrotterklärung"
-
Verkehrsunfälle: Acht Tote und mehr als 1000 Verletzte pro Tag
-
Lebenserwartung von Frauen und Männern auf neue Höchstwerte gestiegen
-
Bundespolizei nimmt gesuchten Millionenbetrüger am Frankfurter Flughafen fest
-
Produktion von alkoholfreiem Bier 2025 erneut deutlich gestiegen
-
Bürgermeister: Moskau von mehr als 400 ukrainischen Drohnen ins Visier genommen
-
Wadephul betont vor Reise nach Israel historische Verantwortung Deutschlands
-
Ausgesetzte Sperre nach Trump-Intervention: Balogun spielt - USA verlieren
-
Nato-Gipfel in Ankara beginnt im Zeichen transatlantischer Spannungen
-
Wegweisendes Urteil im Prozess gegen französische Rechtspopulistin Le Pen erwartet
-
Bundesaußenminister Wadephul reist nach Israel
-
EU-Parlament stimmt über Verfahren gegen EU-Parteienfamilie der AfD ab
-
EU-Parlament stimmt über Rechte für Fluggäste ab
-
Balogun wirkungslos: Belgien stoppt die USA
-
Feuer auf Öltanker nahe Straße von Hormus nach Treffer mit "unbekannten Projektil"
-
Ausgesetzte Sperre nach Trump-Intervention: US-Spieler Balogun läuft auf
-
Diskussion um Ladenöffnungszeiten an Sonntagen nimmt an Fahrt auf
-
Paraguays Regierung verurteilt rassistische Beleidigung von Kylian Mbappé
-
Kanada will neue U-Boot-Flotte vom deutschen Hersteller TKMS bauen lassen
-
Ronaldo bestätigt: "Das war meine letzte Weltmeisterschaft"
-
Bundestags-Wirtschaftsausschuss für Ende von Ladenöffnungsverbot an Sonntagen
-
Viertelfinale im Blick: Zverev von Sperrstunde ausgebremst
-
Macron in Syrien - Erste Visite eines westeuropäischen Staatschefs seit Assad-Sturz
-
Kanada entscheidet sich für deutschen Hersteller TKMS für Bau neuer U-Boot-Flotte
-
Vor Nato-Gipfel in Ankara: Netanjahu warnt Trump vor Kampfjetdeal mit Erdogan
-
WM-Aus gegen Spanien: Ronaldo scheitert mit Portugal
-
Einzug ins Viertelfinale: Fery lässt Briten träumen
-
Prinz Harry in Großbritannien eingetroffen - Verwirrung um Unterkunft
-
Ausgesetzte Sperre für US-Stürmer: Fifa weist belgischen Einspruch als unzulässig zurück
-
Belgien lässt im Fall Balogun nicht locker
-
Basketballer auf WM-Kurs: Keine Mühe mit Außenseiter Zypern
-
Microsoft will 4800 Stellen abbauen
-
Macron in Syrien eingetroffen - Erste Visite eines westlichen Staatschefs seit Assad-Sturz
-
Wiener Gericht spricht zwei Syrer wegen Misshandlung von Oppositionellen schuldig
-
Balogun: FIFA weist Belgiens Antrag als "unzulässig" ab
-
Auch neben Klopp: Watzke wirbt für Völler-Verbleib
-
Aufgehobene Sperre für US-Stürmer: Trumps Anruf bei Infantino löst WM-Skandal aus
-
Kabinett beschließt Haushaltsentwurf 2027 - Klingbeil im Kreuzfeuer der Kritik
Amnestiegesetz: Freilassung von 379 politischen Gefangene in Venezuela angekündigt
Nach der Verabschiedung eines Amnestiegesetzes in Venezuela sollen nach Angaben aus dem Parlament 379 politische Gefangene freigelassen werden. Die Betroffenen müssten spätestens am Samstag aus den Gefängnissen entlassen werden, sagte der Abgeordnete Jorge Arreaza am Freitag (Ortszeit) in einem Fernsehinterview. Die Staatsanwaltschaft habe den zuständigen Gerichten entsprechende Anträge übermittelt. Laut Bürgerrechtsaktivisten waren zuletzt noch fast 650 politische Gefangene in Venezuela inhaftiert.
Die Abgeordneten der Nationalversammlung in Caracas hatten am Donnerstag einstimmig das historische Amnestiegesetz gebilligt, das von Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez unter Druck der USA vorangetrieben worden war.
Die 379 politischen Gefangenen, denen Amnestie gewährt wurde, sollten "zwischen heute Abend und morgen (Samstag) früh aus der Haft entlassen werden", sagte Arreaza. Der Abgeordnete ist Vorsitzender des für die Ausarbeitung und Umsetzung des Amnestiegesetzes zuständigen Parlamentsausschusses.
Nach Angaben der Nichtregierungsorganisation Foro Penal saßen zuletzt etwa 650 politische Gefangene in den Haftanstalten des Landes ein. Vor vielen Gefängnissen warten seit Wochen Angehörige in der Hoffnung auf eine Freilassung der Häftlinge.
Das Amnestiegesetz soll Vorwürfe abdecken, die seit 1999 gegen politische Gegner des bei einem US-Militäreinsatz gefangengenommenen Präsidenten Nicolás Maduro und seines Vorgängers Hugo Chávez vorgebracht worden waren. Dazu zählen etwa die Teilnahme an Demonstrationen oder die Verbreitung von "Hass". Kritiker bemängeln allerdings, dass das Gesetz zu viele Ausnahmen vorsehe und viele Regierungsgegner davon nicht profitieren würden.
So sollen Menschen, die wegen der Unterstützung von Militäreinsätzen gegen Venezuela angeklagt oder verurteilt wurden, keine Amnestie erhalten. Dies dürfte auch auf die Oppositionspolitikerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado zutreffen, die eine Militärintervention gegen Maduro befürwortet hatte, der schließlich Anfang Januar vom US-Militär gefangengenommen und in die USA gebracht wurde. Dort soll ihm wegen "Drogenterrorismus" der Prozess gemacht werden.
Auch viele Polizisten und Soldaten, die wegen "terroristischer" Aktivitäten inhaftiert sind, dürften nicht unter das Amnestiegesetz fallen. "Viele von uns wissen, dass das Amnestiegesetz unsere Angehörigen nicht betrifft", sagte Hiowanka Ávila vor dem Gefängnis Rodeo 1 in der Nähe von Caracas, in dem viele ehemalige Soldaten inhaftiert sind. Ihr Bruder war 2018 festgenommen worden. Ihm wurde vorgeworfen, an einem Attentatsversuch auf Maduro mit Drohnen beteiligt gewesen zu sein.
Das Gesetz sieht zudem weitere Einschränkungen vor. Es gilt nur für 13 bestimmte Ereignisse, vom Putschversuch gegen Chávez und dem Generalstreik im Jahr 2002 bis hin zu den Protesten gegen die umstrittene Wiederwahl Maduros im Sommer 2024. Kritiker hatten hingegen gefordert, dass die Amnestie die gesamten 27 Jahre unter den Präsidentschaften von Chávez und Maduro umfassen sollte.
Die Ausgestaltung des Amnestiegesetzes sei "ausgrenzend und ignoriert die Tatsache, dass die Verfolgung während dieser 27 Jahre kontinuierlich stattfand", hatte der Leiter der NGO Foro Penal, Gonzalo Himiob, am Donnerstag gesagt. Auch der Oppositionspolitiker Juan Pablo Guanipa, der am Donnerstag aus dem Hausarrest entlassen wurde, kritisierte das Gesetz als unzureichend. Es schließe zahlreiche Menschen aus, "die immer noch zu Unrecht hinter Gittern sitzen".
Unabhängig von dem Amnestiegesetz hatte Übergangspräsidentin Rodríguez bereits mit der Freilassung hunderter politischer Häftlinge begonnen. Rodríguez wird von US-Präsident Donald Trump unterstützt, obwohl sie unter dem linksnationalistischen Staatschef Maduro Vizepräsidentin war. Im Gegenzug verlangt Trump unter anderem Zugang zu den riesigen Ölvorkommen des südamerikanischen Landes.
A.Ruegg--VB