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Selenskyj: USA bieten Ukraine Sicherheitsgarantien für 15 Jahre
Die US-Regierung hat der Ukraine nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj "starke" Sicherheitsgarantien für einen Zeitraum von 15 Jahren angeboten. Er habe US-Präsident Donald Trump jedoch gesagt, dass sein Land Garantien für einen längeren Zeitraum von "30, 40, 50 Jahren" brauche, sagte Selenskyj am Montag vor Journalisten. Ohne klare Sicherheitsgarantien könne der Krieg nicht als "wirklich beendet" gelten, da mit einem Nachbarn wie Russland das Risiko einer erneuten Aggression betehe, betonte der ukrainische Präsident.
Zur Absicherung einer Friedenslösung müssten internationale Truppen in der Ukraine stationiert werden, sagte Selenskyj. Ein Friedensplan zur Beendigung des Krieges müsse zudem sowohl von der Ukraine und Russland als auch von Vertretern Europas und der USA unterzeichnet werden.
Offene Streitpunkte in den Gesprächen über eine Friedenslösung seien weiterhin Territorialfragen und die Zukunft des von russischen Truppen besetzten Atomkraftwerks Saporischschja, sagte Selenskyj.
Am Sonntag hatte Selenskyj nach einem Treffen mit Trump in seiner Privatresidenz Mar-al-Lago in Florida gesagt, in der Frage der von der Ukraine geforderten Sicherheitsgarantien der USA herrsche "100 Prozent" Einigkeit. Trump hatte erklärt, die Ukraine werde im Falle einer Einigung auf einen Friedensplan "starke" Sicherheitsgarantien erhalten, an denen sich auch die Europäer "sehr stark" beteiligen müssten.
Nach dem Treffen am Sonntag hatte Trump insgesamt von "großen Fortschritten" bei den Verhandlungen über ein Ende des Krieges in der Ukraine berichtet und gesagt, eine Einigung sei "wahrscheinlich viel näher als jemals zuvor". Der ukrainische Staatschef sagte bei einer gemeinsamen Pressekonferenz, der Plan zur Beendigung des russischen Angriffskriegs sei zu "90 Prozent" beschlossen.
Trump hatte dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nach einem Telefonat am Sonntag erneut Friedenswillen attestiert. Es bestehe jedoch ein klarer Widerspruch zwischen Putins "friedlicher Rhetorik" gegenüber Trump und seinen Taten, betonte Selenskyj am Montag: "Auf der einen Seite sagt er dem Präsidenten der Vereinigten Staaten, dass er Frieden will. Auf der anderen Seite greift er uns mit Raketen an, feiert die Zerstörung ziviler Infrastruktur, gibt seinen Generälen Anweisungen, wo sie vorrücken und was sie besetzen sollen, und so weiter."
C.Bruderer--VB