-
Tour de France Femmes: Wiebes mit dem zweiten Streich
-
Neun Tote bei Selbstmordanschlag während Demonstration in Pakistan
-
Nach WM-Kontroverse: Spanische Sängerin Rosalía entschuldigt sich bei argentinischen Fans
-
Söder: Kanzler Merz steht "sehr stabil und stark"
-
EM: Platz sieben für Mixed-Duett Guisard/Wiehn
-
Neuer britischer Premier Burnham möchte schriftliche Verfassung für sein Land
-
Zwei Löschhubschrauber in Griechenland verunglückt
-
Bas: SPD muss sich neu aufstellen und sichtbarer werden
-
Bas: Kommissionsempfehlungen für Rentenreform kein Wunschergebnis
-
Hitze hat Deutschland weiter im Griff - zum Wochenende Abkühlung in Sicht
-
Trump setzt Iran-Angriffe nach seiner vorherigen Eskalationsdrohung vorerst aus
-
Betrugsversuch: 103-Jährige delegiert falschen Wasserwerker am Nacken aus Wohnung
-
Waldbrände in Griechenland fressen sich weiter fort - Flammenmeer westlich von Athen
-
Niedrigwasser: Rheinpegel sinken an mehreren Orten auf Tiefststand
-
Nach CSD-Anschlag: Union dringt auf rasche Konsequenzen
-
Zeidler zum vierten Mal Europameister
-
Traktor stürzt in Wassergraben: 39-Jährige stirbt in Niedersachsen
-
Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma: Besserer Schutz für Minderheit angemahnt
-
Fifa-Chef Infantino trotz Investoren-Rückziehers weiter massiv unter Druck
-
Zivilschutz: 16 Tote bei israelischen Angriffen im Gazastreifen am Wochenende
-
Streit im Nürnberger Flughafen eskaliert: Elf Passagiere von Flug ausgeschlossen
-
Erneuter Gefängnisaufstand in Sri Lanka - Hunderte Soldaten im Einsatz
-
Neugebauer vor EM: "Alles geben, alles raushauen!"
-
Gedenktag: Mahnungen zu besserem Schutz für Sinti und Roma
-
Mehr als 12.000 Hektar Land durch Waldbrände in Griechenland zerstört
-
SPD-Generalsekretär fordert höhere Erbschaftsteuer und Vermögensteuer
-
Amiri bleibt in Mainz: "Auf jeden Fall"
-
Messi kehrt zurück, Lewandowski trifft doppelt
-
Trump: USA und Israel setzen neue Angriffe auf den Iran aus
-
Tebas fordert Infantinos Rücktritt: "Spitze des Eisbergs"
-
Brandt nach Ajax-Wechsel: "Für mich der richtige Schritt"
-
Streit um Migrationskrise in Ceuta: Sondersitzung der EU-Innenminister am Dienstag
-
Wadephul: EU-Kommission muss Schutz der Außengrenzen "absolute Priorität" einräumen
-
Trump: USA und Israel verzichten vorerst auf neue Angriffe auf den Iran
-
"Mit KI erstellt": Neue EU-Regeln für Künstliche Intelligenz treten in Kraft
-
Lula wird zum Präsidentschaftskandidaten in Brasilien gekürt
-
Zwei Deutsche unter den Opfern: 13 Tote bei Absturz von Kleinflugzeug in Peru
-
"Sopranos"-Darsteller Vincent Pastore mit 80 Jahren gestorben
-
Kolumbien: 14 Verletzte bei Sprengstoffanschlag auf Polizeiwache
-
13 Tote bei Absturz von Kleinflugzeug in Peru - Bericht: Zwei Deutsch unter Opfern
-
EM: Wesemann gewinnt Gold vom 1-m-Brett
-
Ceuta-Krise: SPD-Chef Klingbeil fordert Solidarität mit Spanien
-
Pfeif und Wassen holen EM-Silber im Turmspringen
-
Marokkanische NGO fordert Untersuchung der Ursachen für die Geschehnisse in Ceuta
Russische Angriffswelle auf Ukraine mit mindestens 18 Toten löst international Empörung aus
Die offenbar zweitgrößte Welle russischer Luftangriffe auf die Ukraine seit Kriegsbeginn hat international Empörung ausgelöst. "Russland hat in der Nacht wieder sein wahres Gesicht gezeigt", schrieb Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Donnerstag im Onlinedienst X, nachdem allein in der Hauptstadt Kiew mindestens 18 Menschen getötet worden waren. Insgesamt wurde die Ukraine laut der Luftabwehr mit 598 Drohnen und 31 ballistischen Raketen und Marschflugkörpern attackiert.
Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe wurde ein Großteil der russischen Flugkörper abgefangen: 563 von 598 Drohnen und 26 von 31 Raketen hätten unschädlich gemacht werden können. Trotzdem hatte die Angriffswelle tödliche Folgen: Unter den 18 in Kiew Getöteten waren laut Rettungskräften vier Kinder. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor erklärt, mehr als 30 weitere Menschen seien in der Hauptstadt verletzt worden, unter ihnen vier Kinder und ein Teenager.
Bundeskanzler Merz verurteilte die Angriffe, die neben Wohngebäuden auch die Büros der EU-Delegation in der Ukraine und der britischen Kulturorganisation British Council getroffen hatten, "auf das Schärfste". "Dass nun auch die EU-Vertretung ins Fadenkreuz geraten ist, zeugt von der wachsenden Skrupellosigkeit des russischen Regimes", betonte Merz.
EU-Ratspräsident António Costa schrieb im Onlinedienst X von einem "vorsätzlichen russischen Angriff". Auf Bildern der EU-Gesandtschaft, welche die Botschafterin der EU in der Ukraine, Katarina Mathernova, teilte, waren geborstene Fensterscheiben sowie eingestürzte Deckenpaneele und verbogene Metallstreben zu sehen.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte, das EU-Delegationsteam in der Ukraine sei "unversehrt". Sie forderte Russland auf, seine "wahllosen Angriffe auf zivile Infrastruktur" sofort zu stoppen und "Verhandlungen für einen gerechten und dauerhaften Frieden" aufzunehmen. Die Räumlichkeiten des British Council - das in Russland im Juni zur unerwünschten Organisation erklärt worden war - wurden nach dessen Angaben schwer beschädigt.
Aus Protest gegen die Angriffe kündigte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas auf X an, den russischen Gesandten bei der EU einzubestellen. Der britische Außenminister David Lammy gab die Einbestellung des russischen Botschafters bekannt.
Wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten, waren am Donnerstagmorgen in Kiew Einsatzkräfte und Anwohner damit beschäftigt, Glasscherben und Trümmer von mehreren Straßen im Stadtzentrum zu entfernen. Auf von Präsident Wolodymyr Selenskyj veröffentlichten Aufnahmen war ein Wohnhaus zu sehen, in den ein Angriff einen fünf Stockwerke tiefen Riss geschlagen hatte. Die Fenster zahlreicher Wohnhäuser und Ladenlokale wurden zerstört.
Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko schrieb von Schäden in fünf Bezirken der Stadt. Im Bezirk Darnyzja sei ein fünfstöckiges Gebäude eingestürzt.
Das russische Verteidigungsministerium bezeichnete die Angriffswelle am Donnerstag als "Großangriff" gegen "Unternehmen des militärisch-industriellen Komplexes und Militärflugplätze in der Ukraine". Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte, die russische Armee erledige "ihre Aufgaben". Russland bleibe "zugleich an einer Fortsetzung des Verhandlungsprozesses interessiert", sagte Peskow und fügte an: "Das Bestreben ist es, unsere Ziele mit politischen und diplomatischen Mitteln zu erreichen."
Der US-Sondergesandte für die Ukraine, Keith Kellogg, verurteilte die Angriffe und betonte auf X: "Diese ungeheuerlichen Angriffe bedrohen den Frieden", den US-Präsident Donald Trump anstrebe.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron warf Russland "Terror und Barbarei" vor. Der britische Premierminister Keir Starmer sprach den Betroffenen sein Mitgefühl aus und warf Putin vor, Kinder und Zivilisten zu töten und so die Hoffnung auf Frieden "zunichte" zu machen. UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte die Angriffe ebenfalls.
Nato-Generalsekretär Mark Rutte sagte bei einem Besuch der Koalitionsklausur in Würzburg: "Wir sind schockiert, über das, was passiert ist." Russland werde "nicht erfolgreich sein", die Nato-Staaten würden "alles tun, um diesen Krieg unter Trumps Führung zu beenden". Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) erklärte während seines Besuchs in Estland, es sei aus Sicht beider Länder "entscheidend, dass wir als EU und Nato felsenfest an der Seite der Ukraine stehen".
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bewertete den nächtlichen Angriff Russlands als Zeichen dafür, dass sein russischer Kollege Wladimir Putin nicht zu einer Einstellung der Kämpfe bereit sei. "Russland entscheidet sich für Raketen anstelle des Verhandlungstischs", schrieb er in einer auf Online-Netzwerken verbreiteten Erklärung. Putin habe kein Interesse an "echter Diplomatie". Selenskyj forderte insbesondere Moskaus Verbündeten China und das Russland freundlich gesinnte EU-Land Ungarn auf, klar Position zu beziehen.
Den russischen Streitkräften war es in den vergangenen Monaten gelungen, weitere Gebiete in der Ukraine einzunehmen. Forderungen nach einer Waffenruhe hat Putin bislang stets zurückgewiesen. Selenskyj hatte am Mittwoch erklärt, Mitglieder seiner Regierung würden am Freitag zu weiteren Gesprächen mit der US-Regierung nach New York reisen.
A.Ruegg--VB