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Bangladeschs Interims-Regierungschef schließt Verbleib im Amt nach Wahl im April aus
Bangladeschs Interims-Regierungschef Muhammad Yunus hat einen Verbleib im Amt nach den für April 2026 geplanten Wahlen ausgeschlossen. Er strebe "auf keinen Fall" ein weiteres politisches Amt an, sagte Yunus am Mittwoch bei einer Veranstaltung der britischen Denkfabrik Chatham House in London. "Ich denke, keines unserer Kabinettsmitglieder würde das gerne tun, nicht nur ich", betonte der 84-Jährige.
Yunus kündigte an, im Juli ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Stärkung der demokratischen Institutionen vorzulegen. "Wir wollen uns von dem alten Bangladesch verabschieden und ein neues Bangladesch schaffen", sagte er.
Das südasiatische Land mit rund 170 Millionen Einwohnern befindet sich seit dem Sturz der früheren Regierungschefin Sheikh Hasina durch von Studenten angeführte Proteste im August 2024 in einer politischen Krise. Hasina war nach wochenlangen Massenprotesten nach Indien geflohen. Die Armee setzte daraufhin eine Übergangsregierung mit Yunus an der Spitze ein.
Die um die Macht ringenden Parteien forderten den Friedensnobelpreisträger Yunus zuletzt wiederholt auf, einen Zeitplan für die Wahlen festzulegen. Vergangene Woche kündigte Yunus dann an, dass die Abstimmung im kommenden April stattfinden soll.
Hasina hatte Bangladesch 15 Jahre lang mit harter Hand regiert. Ihrer Regierung wurden Menschenrechtsverletzungen bis hin zur unrechtmäßigen Inhaftierung und Tötung Oppositioneller vorgeworfen.
A.Zbinden--VB