-
Thomas Strobls 'Sound of Strobl': Unvorhersehbare musikalische Reise
-
Nvidia-Deal mit Deutschland: KI-Souveränität oder neue Abhängigkeit?
-
Martha Stewart verteidigt Halloween-Kostüm und lehnt Entschuldigung ab
-
Google stellt Gemini Omni 1.2 Flash vor: Längere Videos und niedrigere Kosten
-
Priscilla Monroy beendet Beziehung zu Alberto Cowboy
-
Wirtschaft kritisiert Zinsentscheid der brasilianischen Notenbank
-
Frankreich stellt eine Milliarde Euro für staatliche Bürgschaften bereit
-
Britischer Arzt mit Ebola nach London evakuiert
-
COP31: Lateinamerika tritt mit gespaltenen Allianzen in Antalya an
-
Brennstoffzulage 2027: Neue Auszahlungssätze und Fristen für Irland
-
Ausländische Investoren kaufen deutsche Firmen im großen Stil
-
Wachsende Einkommensungleichheit in Deutschland laut WSI-Studie
-
Nithya Raman schlägt Amtsinhaberin Karen Bass bei LA-Bürgermeisterwahl
-
Bundesregierung übernimmt hälftige Beteiligung am Rüstungskonzern KNDS
-
DA könnte ANC in Ekurhuleni ablösen – ActionSA macht Gewinne
-
Die Verbrechen der RAF machen den Staat nicht unfehlbar
-
Kunst, die man hört: freiraum gibt seinen Künstlerinnen und Künstlern eine eigene Bühne
-
Rheinmetall senkt Prognose und Aktie
-
Wall Street: KI-Sorgen lösen Tech-Verluste aus
-
Einkommen von Altenpflegern: Gehaltsspanne und regionale Unterschiede
-
Airbus prüft industrielle Investitionen in Kolumbien
Ampel-Fraktionen befürworten in Antrag Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine
Die Ampel-Fraktionen wollen die Bundesregierung über einen Beschluss des Bundestags auffordern, schwere Waffen an die Ukraine zu liefern. Dies erhielt am Dienstag durch die von der Bundesregierung erklärte Bereitschaft, ausgemusterte Gepard-Kampfpanzer an die Ukraine zu liefern, zusätzliche Dynamik. Weiter beraten wurde zwischen den Fraktionen über ein gemeinsames Vorgehen von Ampel-Koalition und der Union mit Blick auf den Beschlussantrag.
Laut dem Antragsentwurf der Koalition, der AFP vorlag, soll der Bundestag die Regierung in dieser Woche auffordern, "die Lieferung benötigter Ausrüstung an die Ukraine fortzusetzen und wo möglich zu beschleunigen und dabei auch die Lieferung auf schwere Waffen und komplexe Systeme etwa im Rahmen des Ringtausches zu erweitern". Dies müsse geschehen, "ohne die Fähigkeiten Deutschlands zur Bündnisverteidigung zu gefährden". Ausrüstungslücken bei der Bundeswehr, die durch die Abgabe an die Ukraine entstanden sind, sollten "schnellstmöglich geschlossen werden".
Desweiteren sollen ukrainische Soldaten in Deutschland und anderen Nato-Ländern für die Bedienung der gelieferten Waffensysteme ausgebildet werden. In den vergangenen Wochen war der Bundesregierung aus der Union, aber auch aus den eigenen Reihen wiederholt eine zu große Zurückhaltung bei Waffenlieferungen an die Ukraine vorgeworfen worden. Entsprechend hatte die Union einen eigenen Antrag vorgelegt, der sich klarer zur Lieferung auch schwerer Waffen bekennt.
Unions-Fraktionschef Friedrich Merz signalisierte nun aber die Bereitschaft zu einer Verständigung auf ein gemeinsames Vorgehen mit der Koalition. "Ich erneuere unser Angebot, diesem Antrag zuzustimmen", sagte Merz in Berlin mit Blick auf die Vorlage der Ampel-Fraktionen. Zwar wünsche sich die Union in einigen Punkten noch Präzisierungen in dem Text, doch "wir befinden uns auf einem gemeinsamen Weg", sagte der CDU-Chef.
Auch SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich zeigte sich zu weiteren Gesprächen mit der Union bereit. Generell bedauerte Mützenich, dass sich die Debatte in Deutschland über den Ukraine-Krieg derzeit "sehr auf die Frage der Waffenlieferungen konzentriert". Er plädierte für einen stärkeren Fokus auf diplomatische Bemühungen zur Konfliktlösung.
Für eine Verständigung zwischen Ampel-Fraktionen und Union warben auch die Grünen. Sie erwarte von der Union, "dass es die Bereitschaft gibt, gemeinsam zu agieren", sagte Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann. Zugleich warnte sie Merz vor "parteipolitischen und taktischen Spielen". "Wir werden vollumfängliche Unterstützung leisten", sicherte sie mit Blick auf die Ukraine zu.
"Dass die Ukraine sich verteidigen kann, ist auch im sicherheitspolitischen Interesse der Bundesrepublik Deutschland", betonte FDP-Fraktionschef Christian Dürr. Er begrüßte daher ausdrücklich die Entscheidung für die Lieferung der Gepard-Panzer und lud ebenfalls die Union zu einem gemeinsamen Vorgehen ein.
Kritik an deutschen Lieferungen schwerer Waffen übten AfD und Linke. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sei hier gegenüber "den Hardlinern" in den Ampel-Fraktionen und der Union "eingeknickt", sagte AfD-Fraktionschef Tino Chrupalla. "Schwerere Waffen, mehr Waffen, schneller liefern - das ist meines Erachtens falsch", sagte Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch.
Über den oder die Beschlussanträge soll der Bundestag voraussichtlich am Donnerstag abstimmen. Enthalten sind in der Ampel-Vorlage auch Forderungen nach Bemühungen um eine diplomatische Konfliktbeilegung sowie nach mehr Hilfen für Geflüchtete. Russland wird aufgefordert, sofort alle Kampfhandlungen einzustellen und aus dem gesamten Hoheitsgebiet der Ukraine abzuziehen.
T.Bondarenko--BTB