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US-Richterin Jackson: "In einer Generation von Rassentrennung zum Supreme Court"
Die künftige US-Verfassungsrichterin Ketanji Brown Jackson - die erste schwarze Frau in diesem Amt - hat ihre Berufung an den Supreme Court als Zeichen des gesellschaftlichen Fortschritts gewürdigt. "In meiner Familie hat es nur eine Generation von der Rassentrennung zum Supreme Court der Vereinigten Staaten gebraucht", sagte Jackson am Freitag bei einer Zeremonie vor dem Weißen Haus an der Seite von Präsident Joe Biden. Ihr Einzug in den Obersten US-Gerichtshof sei für sie "die Ehre meines Lebens".
"Es hat 232 Jahre und 115 vorherige Ernennungen gedauert, bis eine schwarze Frau für den Supreme Court der Vereinigten Staaten ausgewählt wird", sagte die 51-Jährige, deren Eltern in der Zeit der Rassentrennung im Süden der USA aufgewachsen waren, weiter. "Aber wir haben es geschafft - wir alle." In den USA sei "alles möglich".
Biden sagte bei der Zeremonie auf dem Südrasen des Weißen Hauses, künftige Generationen würden "stolz" auf Jacksons Berufung an den Supreme Court sein. "Das wird so viel Sonnenlicht auf so viele junge Frauen, auf so viele junge schwarze Männer, auf so viele Minderheiten scheinen lassen." Im Rückblick werde Jacksons Einzug in den Gerichtshof als "Moment des echten Wandels in der amerikanischen Geschichte" wahrgenommen werden.
Der Senat hatte die von Biden nominierte Jackson am Donnerstag mit einer Mehrheit von 53 zu 47 Stimmen als neue Verfassungsrichterin bestätigt. Die Juristin wird im Sommer die Nachfolge von Verfassungsrichter Stephen Breyer antreten, der dann mit 83 Jahren in den Ruhestand geht.
An den Mehrheitsverhältnissen an dem mächtigen Gerichtshof wird sich dadurch nichts ändern, weil Jackson wie Breyer dem liberalen Lager zugerechnet werden. Eine klare Mehrheit von sechs der neun Verfassungsrichter gehört dem konservativen Lager an.
S.Keller--BTB