-
Selenskyj wirft US-Regierung verzögerte Lieferung bezahlter Abfangraketen vor
-
Trump offen für Dreiergipfel mit Putin und Xi
-
Starreporterin Christiane Amanpour hört bei CNN auf
-
SPD und Grüne in Berlin mit klaren Mehrheiten für Koalitionsverhandlungen mit Linken
-
Mission mit deutscher Unterstützung: Japanische Rakete mit Marsmond-Rover gestartet
-
Papst Leo XIV. spricht nach Telefonat mit Putin auch mit Selenskyj
-
Nach Ausschreitungen: US-Regierung rät bei Frankreich-Reisen zur Vorsicht
-
Berlin will mit Nvidia KI für Industrie vorantreiben und vereinbart Zusammenarbeit
-
Wähler in kanadischen Provinz Alberta entscheiden über Referendum zu Unabhängigkeit
-
Vier Tote bei schweren Überschwemmungen im Osten Spaniens
-
Ronaldo-Strafe offiziell: 255 Euro und Sperre von 30 Tagen
-
UEFA erhöht Druck: 42 Fragen an Infantino
-
Ronaldo-Sperre offiziell: 255 Euro und 30 Tage Pause
-
Bundesregierung vereinbart mit Nvidia Zusammenarbeit bei KI-Entwicklung
-
Nächtliche Ausgangssperren in Paris und anderen französischen Städten verfügt
-
Erste französische Städte verhängen nächtliche Ausgangssperren
-
Melania-Initiative: Trump unterzeichnet Dekret für Frauengesundheit
-
Haftbefehl gegen zwei Deutsche nach Brandanschlag auf bulgarische Starlink-Anlage
-
US-Regierung untersagt KI aus China für internen Gebrauch
-
Selenskyj: Starlink funktioniert an der Front nur eingeschränkt
-
Hackerangriff auf CDU-Kreisverband: Phishing-Nachricht auch an Bundeskanzler Merz
-
USA rufen ihre Staatsbürger im Nahen Osten zu erhöhter Vorsicht auf
-
Gewalt in Frankreich: Premierminister kündigt Ausgangssperren an
-
Neue Hurts-Diagnose: Thrombose und Lungenembolie
-
Sachsen-Anhalt: Einziehung von Jagdschein bei AfD-Mitglied laut Gericht rechtens
-
Nächster IPCC-Bericht: Chef des Weltklimarats drängt zu schneller Einigung bei Termin
-
Drei Jahre Haft für Hebamme aus Niedersachsen nach tödlich verlaufener Hausgeburt
-
Israelische Polizei nimmt nach Siedler-Angriffen zehn Verdächtige fest
-
19 Jahre alter Vermisstenfall in Bayern geklärt: 39-Jährige wurde getötet
-
Nach tödlicher Messerattacke in Seniorenheim: Verletzte Frauen außer Lebensgefahr
-
Rama: Proteste in Albanien haben "rote Linie" überschritten
-
"Warum tötet ihn keiner": Geldstrafe wegen Verunglimpfung von Bundespräsident
-
Mindestens 50 Tote bei Huthi-Raketenangriff auf Armeestützpunkt im Jemen
-
Geld pro eingesparter Tonne CO2: Staatliche Förderung für Industrieinvestitionen
-
Nach wochenlanger Hängepartie: Zentrumschefin soll Regierung in Schweden bilden
-
Göttlich mahnt zur Weitsicht bei 50+1
-
Nach Fund von totem 84-Jährigen in Ulm: Ermittler gehen von Verbrechen aus
-
München drückt aufs Tempo: "Haben keine Zeit zu vertrödeln"
-
Gericht: Lehrerin durfte Angriff durch neunjährigen Grundschüler abwehren
-
Urteil: Gesundheits-Apps sind nicht von Umsatzsteuer befreit
-
SPD-Parteikonvent wird ersetzt durch Parteitag im Januar
-
Putin will Ukraine-Gipfel mit Trump und Xi - Selenskyj soll außen vor bleiben
-
Geheime Dokumente vergessen: Schwedischer Sicherheitsberater zu Geldstrafe verurteilt
-
Gewaltwelle in Frankreich: Premierminister kündigt Ausgangssperren an
-
Mögliche AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt: Migrantenverbände fordern Schutzmaßnahmen
-
Trotz Gewaltexzessen in Frankreich: Macron beginnt mehrtägigen Besuch in Golfstaaten
-
Mindestens zwei Tote durch Überschwemmungen im Osten Spaniens
-
43 Jahre nach Mord an Sexarbeiter in Hamburg: Urteil gegen 61-Jährigen rechtskräftig
-
"Untröstlich": Cindy Crawford äußert sich erstmals seit Tod ihres Sohnes
-
Beschädigter Zaun an Leipziger Flughafen: 20-Jähriger soll Autounfall gebaut haben
Heftige Kämpfe im Gazastreifen - Sorge um Lage in Krankenhäusern wächst
Inmitten heftiger Kämpfe zwischen der israelischen Armee und der islamistischen Hamas wächst die Sorge um die Menschen in den Krankenhäusern im Gazastreifen. Sollten die Kämpfe nicht gestoppt oder zumindest die Patienten evakuiert werden, "werden diese Krankenhäuser zu Leichenhallen", erklärte die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen am Sonntag. Über den Grenzübergang Rafah konnten rund 500 Menschen den Gazastreifen in Richtung Ägypten verlassen. Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) bekräftigte derweil die deutsche Forderung nach einer Zweistaatenlösung.
Inzwischen sind nach Angaben des UN-Büros für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (Ocha) 20 der 36 Krankenhäuser im Gazastreifen "nicht mehr funktionsfähig". Die Lage in der Al-Schifa-Klinik, dem größten Krankenhaus in dem Küstengebiet, sei "katastrophal", erklärte Ärzte ohne Grenzen. Der Chef der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte, er habe den Kontakt zu seinen Gesprächspartnern im Al-Schifa-Krankenhaus verloren.
Ein Chirurg, der für Ärzte ohne Grenzen im Al-Schifa-Krankenhaus arbeitet, berichtete über den Tod zweier Frühchen aufgrund von Stromausfällen. Auch ein erwachsener Patient sei wegen des Ausfalls seines Beatmungsgeräts gestorben. Es gebe kein Wasser, keinen Strom und keine Lebensmittel für die Patienten.
Der stellvertretende Gesundheitsminister im von der Hamas beherrschten Gazastreifen, Jussef Abu Risch, sagte, ein israelischer Angriff habe die kardiologische Abteilung des Al-Schifa-Krankenhauses "vollständig" zerstört. Israelische Panzer würden zudem das Krankenhaus komplett umzingeln. Dem Hamas-Vertreter zufolge sind in dem Krankenhaus 650 Patienten, darunter rund 40 Babys, sowie 15.000 Vertriebene untergebracht.
Das israelische Militär reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme. AFP konnte den Angriff nicht unabhängig überprüfen. Ein Zeuge im Krankenhaus bestätigte Angriffe und Schäden.
Am Samstag hatte die israelische Armee zurückgewiesen, das Krankenhaus ins Visier genommen zu haben, und der Hamas Lügen vorgeworfen. "In den vergangenen Stunden wurden Falschinformationen verbreitet, wir würden das Al-Schifa-Krankenhaus umzingeln und angreifen. Dies sind falsche Berichte", sagte Armeesprecher Daniel Hagari.
Die israelische Armee erklärte, sie werde am Sonntag die Evakuierung von Säuglingen aus der Klinik in ein "sichereres" Krankenhaus unterstützen. Demnach sollte am Al-Schifa-Krankenhaus eine "sichere Passage" geöffnet werden, damit Menschen in Richtung Süden fliehen können.
Israel wirft der im Gazastreifen herrschenden radikalislamischen Hamas immer wieder vor, Krankenhäuser als Verstecke und Kommandozentralen zu nutzen und Zivilisten als menschliche Schutzschilde zu missbrauchen. Die Hamas bestreitet dies.
Hunderte Hamas-Kämpfer waren am 7. Oktober nach Israel eingedrungen und hatten Gräueltaten überwiegend an Zivilisten verübt, darunter zahlreiche Kinder. Israelischen Angaben zufolge wurden etwa 1200 Menschen in Israel getötet und rund 240 Menschen als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt.
Israel hatte der von den USA und der EU als Terrororganisation eingestuften Hamas daraufhin den Krieg erklärt und Ziele der Palästinenserorganisation im Gazastreifen ins Visier genommen. Nach Angaben der Hamas, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, wurden mehr als 11.000 Menschen getötet.
Das von der Hamas kontrollierte Gesundheitsministerium aktualisierte seit zwei Tagen die Zahl der Getöteten nicht mehr. Es begründete dies mit dem Zusammenbruch der Krankenhausversorgung.
In der Debatte über die Zukunft des Gazastreifens schloss Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu derweil eine Einbindung der Palästinenserbehörde aus. "Es wird dort etwas anderes geben müssen", sagte er am Samstag auf die Frage, ob die Behörde unter Führung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas den Gazastreifen nach dem Krieg regieren könnte.
Bundesaußenministerin Baerbock bekräftigte bei ihrer Nahost-Reise die Forderung Deutschlands nach einer Zweistaatenlösung zur Bewältigung des Nahost-Konflikts. Das friedliche Nebeneinander Israels und eines Palästinenserstaates sei "das einzige nachhaltige Modell, das dauerhaft Frieden und Sicherheit für Israelis und Palästinenser garantieren kann", sagte Baerbock am Samstag in Tel Aviv. Bei einem Besuch in Ramallah im Westjordanland sagte sie weitere 38 Millionen Euro an humanitären Hilfen für die Palästinensergebiete zu.
Die Arabische Liga und die Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) forderten bei einem gemeinsamen Gipfeltreffen am Samstag in Riad ein Ende der "brutalen Aggression" Israels im Gazastreifen.
Derweil konnten am Sonntag rund 500 Ausländer oder Menschen mit doppelter Staatsangehörigkeit über den Grenzübergang Rafah den Gazastreifen verlassen. Zudem seien sieben verwundete Palästinenser nach Ägypten gebracht worden, berichtete ein ägyptischer Fernsehsender.
Das Auswärtige Amt hatte zuvor mitgeteilt, in den vergangenen Tagen hätten Dutzende weitere Menschen mit deutscher Staatsbürgerschaft den Gazastreifen verlassen können. Insgesamt seien inzwischen über 280 Deutsche und ihre Angehörigen ausgereist.
R.Buehler--VB