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US-Actionstar Chuck Norris mit 86 Jahren gestorben
Der US-Schauspieler und Actionstar Chuck Norris ist tot. Er starb im Alter von 86 Jahren im Kreise seiner Familie, wie diese am Freitag im Onlinedienst Instagram mitteilte. "Für die Welt war er Kampfsportler, Schauspieler und ein Symbol der Stärke", erklärten die Angehörigen. Zugleich sei er aber auch das Herz der Familie gewesen.
Zahlreiche Prominente würdigten Norris. Filmstar Sylvester Stallone nannte ihn einen "waschechten Amerikaner". Der Gouverneur des US-Bundesstaats Texas, Greg Abbott, erklärte, Norris habe "Härte, Durchhaltevermögen und Patriotismus" verkörpert und sei ein echter Konservativer gewesen.
Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu nannte Norris einen "großartigen Freund Israels und einen engen persönlichen Freund". Norris hatte bei der Präsidentschaftswahl 2016 Donald Trump unterstützt, zuletzt äußerte er sich aber nicht mehr über ihn.
Woran der Schauspieler starb, teilte die Familie nicht mit, sie bestätigte aber eine Krankenhausbehandlung. In der Vergangenheit hatte der Norris zwei Herzstillstände erlitten. Laut einem Bericht der Promi-Website "TMZ" vom Donnerstag war Norris nach einem Notfall auf der Pazifikinsel Kauai in ein Hospital im US-Bundesstaat Hawaii eingeliefert worden.
Norris hatte erst wenige Tage zuvor, am 10. März, seinen 86. Geburtstag gefeiert. Zu diesem Anlass veröffentlichte er in Onlinenetzwerken ein Video, das ihn beim Boxen zeigt. Dazu schrieb er selbstironisch: "Ich werde nicht älter. Ich steige ein Level auf."
Der Kampfsportler hatte seit seinem Schauspieldebüt Ende der 1960er Jahre in einer Reihe von Actionfilmen mitgewirkt. Zur Leinwandikone machte ihn sein Kampf gegen den Kung-Fu-Superstar Bruce Lee in dem Film "Die Todeskralle schlägt wieder zu" von 1972. Seinen letzten Filmauftritt hatte er in "Agent Recon" von 2024.
Geboren wurde er am 10. März 1940 als Carlos Ray Norris in Ryan im US-Bundesstaat Oklahoma. Als Kind verehrte "Chuck" Westernstar John Wayne. Zum Kampfsport kam er als junger Mann durch den Militärdienst auf einem US-Luftwaffenstützpunkt in Südkorea.
Norris entwickelte eine Vorliebe für Tang Soo Do, eine auf Karate basierende koreanische Kampfkunst. Damit schickte er unzählige Gegner auf die Matte und machte sich selbst zum Leinwandidol. 1967 sicherte sich Chuck Norris den US-Karatemeistertitel. Zu dieser Zeit war er Trainer prominenter Schauspieler wie Steve McQueen oder Priscilla Presley.
Nach dem großen Erfolg von "Die Todeskralle schlägt wieder zu" nahm Chuck Norris in den 1970er-Jahren Schauspielunterricht. Es folgten Hauptrollen in Karatefilmen. In "Black Tiger" verkörperte er einen früheren Kommandoführer in Vietnam. Im Action-Horrorfilm "Das stumme Ungeheuer" spielt er einen Sheriff, der gegen ein Monster kämpft.
1983 schlüpfte Norris dann in "McQuade, der Wolf" in die Rolle des wortkargen Rangers Walker in Texas. Der Film lieferte die Vorlage für die Kult-Fernsehserie "Walker, Texas Ranger", die es auf acht Staffeln brachte.
Die Serie brachte unzählige Actionhelden-Witze hervor, die in den 2000er-Jahren im Internet als Memes neu veröffentlicht wurden. "Chuck Norris hat ein Tagebuch, es heißt Guinness-Buch der Weltrekorde", lautet einer von ihnen. "Chuck Norris trägt einen Hut, um die Sonne zu schützen" ein anderer.
Viele Memes haben die Unsterblichkeit des Actionstars zum Thema. "Chuck Norris ist schon vor 20 Jahren gestorben. Der Tod hat nur noch nicht den Mut aufgebracht, es ihm zu sagen", heißt es etwa.
Der Schauspieler hinterlässt drei Söhne und zwei Töchter aus zwei Ehen und einer unehelichen Beziehung sowie 13 Enkelkinder.
L.Stucki--VB