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G7-Staaten fordern "entschlossene" Reaktion auf Ebola-Ausbruch in der DR Kongo
Die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten haben ein "entschlossenes" Handeln beim Ebola-Ausbruch in Afrika gefordert. Bei ihrem Gipfel im französischen Evian sprachen sich die G7-Staatenlenker laut einer Erklärung am Dienstag zudem für eine "koordinierte Reaktion auf die Risiken für die Gesundheitssicherheit" aus, die durch den "erneuten Ausbruch von Ebola in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda hervorgerufen" würden.
Um den Ausbruch einzudämmen und zu beenden, seien mehrere Schritte erforderlich, hieß es in der Erklärung weiter. Dazu gehörten "eine wirksame Kontaktverfolgung, Maßnahmen zur Infektionsprävention und -kontrolle sowie Quarantäne- und Isolationsmaßnahmen". Ein Ende des Ausbruchs hänge zudem von "Labortests, grenzüberschreitender Vorsorge, Grenzüberwachung und der Einbindung der Bevölkerung" ab.
Nach Einschätzung des Roten Kreuzes hat der Ebola-Ausbruch in der DR Kongo seinen Höhepunkt noch nicht erreicht. Es könne ein Jahr dauern, bis die Epidemie eingedämmt sei, sagte der Einsatzleiter der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC), Bruno Michon, am Dienstag in einer Videoschalte aus Buni, der Hauptstadt der besonders betroffenen Provinz Ituri.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte wegen der Ebola-Epidemie Mitte Mai eine "gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite" ausgerufen - ihre zweithöchste Alarmstufe. In der Demokratischen Republik Kongo wurden nach jüngsten Angaben der WHO inzwischen 808 Infektionsfälle bestätigt, darunter 192 Todesfälle. Das tatsächliche Ausmaß des Ausbruchs könnte laut WHO allerdings noch deutlich größer sein.
Laut Rotem Kreuz ist es "sehr schwierig, genau zu wissen, in welchem Ausmaß sich die Epidemie ausbreitet". Bisher erschwere auch Misstrauen der Bevölkerung die Ebola-Bekämpfung, sagte IFRC-Leiter Michon. In den vergangenen Tagen seien Rot-Kreuz-Teams im Kongo beschimpft, bedroht und sogar angegriffen worden. Das Vertrauen der Bevölkerung sei für die Helfer aber "zentral".
Die Übertragung des Ebola-Virus erfolgt durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten von Infizierten, die Inkubationszeit kann bis zu drei Wochen betragen. Die aktuelle Epidemie wird von der erstmals 2007 nachgewiesenen seltenen Bundibugyo-Variante des Virus verursacht. Gegen sie gibt es keinen Impfstoff und keine gezielte Therapie.
C.Koch--VB