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Polizei sucht noch ein Glas mit vergifteter Hipp-Babykost
Im Fall der mutmaßlichen versuchten Erpressung des Babynahrungsherstellers Hipp durch Rattengift in Babynahrung sucht die Polizei noch nach einem mutmaßlich manipulierten Glas. Es seien in Österreich, Tschechien und der Slowakei insgesamt fünf manipulierte Babynahrungsgläser festgestellt worden, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Nord am Montag in Ingolstadt mit. Ein Glas könne "in Österreich mutmaßlich noch im Umlauf sein".
Den bayerischen Ermittlern zufolge war am vergangenen Donnerstag eine E-Mail der mutmaßlichen Täter bekannt geworden. Danach seien unverzüglich alle nötigen Abstimmungen und Maßnahmen im In- und Ausland eingeleitet worden. Die fünf manipulierten Gläser mit Babynahrung konnten vor dem Verzehr gefunden werden. Laboruntersuchungen bestätigten die Manipulation mit Rattengift. In Deutschland wurden keine Gläser gefunden.
Die Polizei richtete eine eigene Ermittlungsgruppe ein. Nutzer der Babykost wurden gebeten, beim Öffnen der Gläschen auf das typische Knackgeräusch zu achten. Sollte dieses fehlen, könne eine Manipulation vorliegen. Grundsätzlich solle auch der Geruch des Glasinhalts darauf geprüft werden, ob er wie gewohnt sei. Außerdem hätten die mutmaßlichen Täter die Gläser gekennzeichnet. Es sei am Boden ein weißer Aufkleber mit einem roten Kreis angebracht worden.
B.Baumann--VB