-
USS Theodore Roosevelt trifft in Singapur ein
-
2000 Eingaben zur St. Galler Ortsplanung: Konflikt um Ökologie und Mieterschutz
-
Thomas Strobls 'Sound of Strobl': Unvorhersehbare musikalische Reise
-
Nvidia-Deal mit Deutschland: KI-Souveränität oder neue Abhängigkeit?
-
Martha Stewart verteidigt Halloween-Kostüm und lehnt Entschuldigung ab
-
Google stellt Gemini Omni 1.2 Flash vor: Längere Videos und niedrigere Kosten
-
Priscilla Monroy beendet Beziehung zu Alberto Cowboy
-
Wirtschaft kritisiert Zinsentscheid der brasilianischen Notenbank
-
Frankreich stellt eine Milliarde Euro für staatliche Bürgschaften bereit
-
Britischer Arzt mit Ebola nach London evakuiert
-
COP31: Lateinamerika tritt mit gespaltenen Allianzen in Antalya an
-
Brennstoffzulage 2027: Neue Auszahlungssätze und Fristen für Irland
Barmer: Mehr als eine Million Menschen wegen Alkohol in Behandlung
Mehr als eine Million Menschen sind 2023 wegen Alkoholmissbrauchs medizinisch behandelt worden. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Analyse des Barmer-Instituts für Gesundheitssystemforschung (bifg) hervor. Insgesamt waren etwa 1.040.000 Menschen betroffen - davon 720.000 Männer und 320.000 Frauen. Sie mussten demnach wegen Alkoholsucht oder aufgrund einer Alkoholvergiftung in einer Praxis oder Klinik versorgt werden.
Besonders betroffen von riskantem Alkoholmissbrauch sind der Auswertung zufolge Menschen im Alter von 60 bis 69 Jahren. Etwa 40 von 1000 Männern und 16 von 1000 Frauen dieser Altersgruppe suchten demnach im betrachteten Zeitraum ärztliche Hilfe im Zusammenhang mit Alkohol. Dabei sei auffällig, dass Menschen mit Abitur und hohem Einkommen ein deutlich geringeres Risiko haben, alkoholabhängig zu werden.
Die Analyse zeigt zudem deutliche regionale Unterschiede. So befanden sich 2023 in Mecklenburg-Vorpommern etwa 23 von 1000 Einwohnenden wegen Alkoholmissbrauchs in Behandlung - der Anteil lag damit 56 Prozent über dem Bundesschnitt von 14,8 Betroffenen pro 1000 Einwohnern. Am niedrigsten lag die Rate in Rheinland-Pfalz mit etwa zwölf Betroffenen je 1000 Einwohnenden.
"Ein Alkoholproblem entwickelt sich häufig schleichend über Jahre", erklärte der Vorstandsvorsitzende der Barmer-Krankenkasse, Christoph Straub. Daher sei es entscheidend, dass Erkrankte sich rechtzeitig an eine Suchtberatungsstelle oder -selbsthilfe wenden und Hilfe von Ärzten und Psychologen in Anspruch nehmen.
Straub nannte die Zahlen alarmierend. Diese seien dabei nur die Spitze des Eisbergs. Die Dunkelziffer liege vermutlich deutlich höher.
L.Meier--VB