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Mit allen Sinnen: Auch virtuelles Waldbaden hilft bei Stressabbau
Es muss nicht immer der Spaziergang durch den realen Wald sein: Schon virtuelles Waldbaden hilft beim Stressabbau. Ein Forschungsteam des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf wies nach einer Mitteilung vom Donnerstag nach, dass das bewusste Eintauchen in die Natur mit Hilfe der VR-Technik das emotionale Wohlbefinden verbessern kann.
Für das Projekt wurde im größten Douglasienwald Europas, dem Naturschutzgebiet Sonnenberg bei Parchim in Mecklenburg-Vorpommern, ein 360-Grad-Video produziert und durch Originalklänge sowie den Duft ätherischer Douglasienöle ergänzt. Über eine VR-Brille erlebten die Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer die virtuelle Waldszenerie dann entweder mit allen Sinnen oder nur mit einem einzelnen Sinn.
Die Kombination aller drei Sinnesreize, also Bild, Ton und Duft, führte demnach zu einer deutlich stärkeren Verbesserung der Stimmung sowie zu einem stärkeren Gefühl der Verbundenheit mit der Natur, verglichen mit der Ansprache jeweils einzelner Sinnesreize. Neben positiven Effekten auf die Stimmung zeigten sich den Forschern zufolge in begrenztem Umfang auch Verbesserungen im Arbeitsgedächtnis. Sie sehen darin Potenzial etwa für den Einsatz in Kliniken, Wartebereichen oder urbanen Innenräumen.
P.Staeheli--VB