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Wegen Knollenblätterpilzen: Drei Kinder mit Leberversagen in Uniklinik Essen
Nach dem mutmaßlichen Verzehr von Knollenblätterpilzen werden drei Kinder mit akuten Vergiftungssymptomen in der Universitätsklinik Essen behandelt. Bei den in der Nacht zum Dienstag eingelieferten Kindern liege ein akutes Leberversagen vor, wie die Universitätsmedizin Essen mitteilte. Sie benötigten dringend eine Notfalltransplantation.
Die Universitätsmedizin nannte die Fälle "alarmierend" und warnte vor der Verwechslungsgefahr von Knollenblätterpilzen mit anderen Pilzen. Bereits kleine Mengen könnten zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen.
Experten zufolge gehen rund fünf Prozent aller Pilzvergiftungen auf den Verzehr von Grünen Knollenblätterpilzen zurück, die von Juli bis Oktober vor allem in Laubwäldern, aber auch in Parks wachsen. In schweren Fällen kann es zur Schädigung von Leber oder Nieren bis hin zum Organversagen kommen.
Nach Schätzungen des Bundesinstituts für Risikobewertung sind Knollenblätterpilze für mindestens 80 Prozent aller tödlichen Pilzvergiftungen in Deutschland verantwortlich. Verwechslungsgefahr besteht etwa beim Grünen Knollenblätterpilz und Champignons oder Täublingen.
F.Fehr--VB