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Ausschuss berät über Aufhebung von Verschreibungspflicht für Viagra-Wirkstoff
Ein Sachverständigenausschuss beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn berät am Dienstag über die Aufhebung der Verschreibungspflicht für den Viagra-Wirkstoff Sildenafil. Das Verfahren betrifft nicht nur die bekannte Potenzpille, sondern auch sogenannte Nachahmerpräparate mit demselben Wirkstoff in der vergleichsweise niedrigen Dosierung von 25 Milligramm. Der Ausgang der Beratungen ist offen. Mit einem Ergebnis wird am Nachmittag gerechnet.
Im Januar 2022 scheiterte ein ähnlicher Vorstoß zur Aufhebung der Verschreibungspflicht für Viagra. Allerdings betraf der Antrag damals eine Dosierung von 50 Milligramm Sildenafil pro Tablette, was als Standarddosis gilt. Sildenafil ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der sogenannten Phosphodiesterasehemmer, auch PDE-5-Hemmer genannt. Sie sind die am meisten eingesetzten Medikamente bei Erektionsstörungen. Seit der Patentschutz für die Potenzpille Viagra in Deutschland im Jahr 2013 auslief, ist eine Reihe günstigerer Nachahmerpräparate auf dem Markt. Wie Viagra sind auch die sogenannten Generika in Deutschland verschreibungspflichtig.
J.Horn--BTB