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23-jähriger Syrer in Berlin wegen Anschlagplanung angeklagt
Wegen der mutmaßlichen Planung eines Anschlags in Berlin hat die Generalstaatsanwaltschaft in der Bundeshauptstadt Anklage gegen einen 23-jährigen Syrer erhoben. Er soll spätestens im März 2025 den Entschluss gefasst haben, mit einem Messer möglichst viele Jüdinnen und Juden sowie "Ungläubige" und anschließend sich selbst mit einem Sprengstoffgürtel zu töten, wie die Anklagebehörde am Dienstag mitteilte.
In sozialen Medien soll sich der Syrer über das Märtyrertum und den sogenannten Dschihad informiert haben. Außerdem kaufte er online ein Messer und diverse Gegenstände, die vermutlich dem Bau einer "Spreng- und Brandvorrichtung" dienten, wie die Generalstaatsanwaltschaft erklärten. Damit soll er bereits experimentiert haben.
Außerdem soll er im März und Oktober 2025 im Internet Videos veröffentlicht haben, die mit sogenannten Naschids der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat unterlegt waren. Dabei handelt es sich laut Anklage um Lieder und Hymnen, die zur Emotionalisierung und politischen Mobilisierung eingesetzt werden.
Der 23-Jährige reiste laut Generalstaatsanwaltschaft im Dezember 2023 erstmals nach Deutschland ein. Im September 2024 wurde ihm subsidiärer Schutz zuerkannt, der im Januar 2026 durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge widerrufen wurde.
Am 1. November 2025 wurde der Angeschuldigte festgenommen. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Er ist wegen der Vorbereitung einer terroristischen Straftat, wegen Terrorismusfinanzierung und wegen des Verbreitens von Propagandamitteln terroristischer Organisationen angeklagt.
A.Zbinden--VB