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Pentagon-Leak: FBI durchsucht Wohnung von "Washington Post"-Journalistin
Wegen einer undichten Stelle im Pentagon hat die US-Bundespolizei FBI die Wohnung einer Journalistin durchsucht. US-Justizministerin Pam Bondi schrieb im Onlinedienst X, die Mitarbeiterin der "Washington Post" habe "illegal geleakte Informationen von einem Vertragsmitarbeiter des Pentagon erhalten und darüber berichtet". Der verdächtige Pentagon-Mitarbeiter sitze "derzeit hinter Gittern", erklärte Bondi. Er habe mit der Weitergabe geheimer Informationen die Sicherheit der USA aufs Spiel gesetzt.
Bei dem Festgenommenen handelt es sich nach Angaben der "Washington Post" um einen Systemadministrator, der vom Pentagon eine Freigabe für die höchste Geheimhaltungsstufe gehabt haben soll. Ermittler hätten vertrauliche Dokumente in seiner Brotzeitdose und in seinem Keller gefunden.
Der Mann namens Aurelio Perez-Lugones diente früher in der Marine. Er war laut Gerichtsdokumenten vergangene Woche im US-Bundesstaat Maryland festgenommen worden.
Die "Washington Post" nannte die Durchsuchung bei der Journalistin "höchst ungewöhnlich und aggressiv". Nach Angaben der Zeitung beschlagnahmten FBI-Beamte im Haus der Reporterin Hannah Natanson ihr privates sowie ihr Arbeits-Laptop, ihr Telefon und eine datenfähige Uhr.
Natanson hatte im Dezember über den massiven Stellenabbau in Bundesbehörden und die inhaltliche Neuausrichtung unter Präsident Donald Trump berichtet. Der Journalistin droht den Angaben zufolge vorerst kein Verfahren.
Pentagonchef Pete Hegseth, der sich inzwischen "Kriegsminister" nennt, hatte vergangenes Jahr selbst mit einem Leak für Aufsehen gesorgt. Er lud versehentlich einen Journalisten in eine Chatgruppe ein, in der Details für bevorstehende US-Angriffe im Jemen diskutiert wurden. Die Opposition forderte daraufhin den Rücktritt Hegseths, Trump hielt jedoch an dem früheren Fox-News-Moderator fest.
Um weitere Leaks zu vermeiden, schloss Hegseth später Dutzende Journalisten - darunter auch der Nachrichtenagentur AFP - aus dem Ministerium aus. Sie hatten sich geweigert, verschärften Auflagen für die Berichterstattung zuzustimmen, die laut US-Medien an Zensur erinnern.
G.Frei--VB