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Bauaufträge in Millionenhöhe erfunden und abkassiert: Mehrjährige Haft in Bochum
In einem Prozess um Betrug mit fingierten Bauaufträgen in Millionenhöhe sind zwei Männer vom Landgericht Bochum zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Die Angeklagten erhielten Freiheitsstrafen zwischen drei und fünf Jahren, wie eine Gerichtssprecherin am Mittwoch sagte. Laut Anklage soll der 38-jährige Angeklagte eine Tiefbaufirma geführt haben, während der 35-jährige Angeklagte bei einem Netzbetreiber für Auftragsvergaben zuständig gewesen sei.
Der 35-Jährige soll nach gemeinsamer Absprache elektronisch Bauaufträge an den 38-Jährigen vergeben haben, obwohl kein entsprechender Vertrag zwischen dem Netzbetreiber und der Firma für die konkreten Projekte bestanden habe. Dabei seien über das elektronische Vergabesystem Zahlungen ausgelöst worden. Dem Netzbetreiber soll ein Schaden in Höhe von zwei Millionen Euro entstanden sein.
Das Geld soll der 38-Jährige teils für Firmenschulden genutzt, teils mit dem 35-Jährigen geteilt haben. Der vielfach vorbestrafte 38-Jährige wurde wegen Beihilfe zur Untreue zu fünf Jahren verurteilt. Bei ihm handelte es sich demnach um den Haupttäter. Der 35-Jährige erhielt wegen Untreue drei Jahre Haft.
R.Buehler--VB