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Angreifer tötet neun Menschen in Schule in Österreich
Ein bewaffneter Angreifer hat in einer Schule im österreichischen Graz mindestens neun Menschen erschossen. Bei den Toten handele es sich um mehrere Schüler und mindestens ein erwachsenes Opfer, sagte die Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Auch der mutmaßliche Täter sei tot. Mehrere Menschen wurden demnach bei dem Angriff am Dienstagmorgen verletzt.
Bei dem Angreifer handelte es sich laut dem Fernsehsender ORF um einen ehemaligen Schüler der Oberschule. Er habe sich nach seiner Tat offenbar das Leben genommen, sagte Polizeisprecher Fritz Grundnig dem ORF.
Nach ersten Erkenntnissen habe der Täter allein gehandelt, zitierte APA die Polizei. Sein Motiv sei noch unklar.
Die Schule wurde evakuiert, die Schüler wurden in eine nahe gelegene Halle gebracht und von einem Kriseninterventionsteam versorgt. Die Umgebung wurde zeitweise abgeriegelt, zahlreiche Rettungswagen waren im Einsatz. Gegen Mittag galt die Lage als sicher, die Polizei zog nach und nach ab.
"Die Nachrichten aus Graz treffen ins Mark", erklärte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen im Onlinedienst X. Es sei "schwer zu ertragen, wenn Schulen zu Orten von Tod und Gewalt werden". Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas zeigte sich "zutiefst schockiert" über die Gewalttat. Jedes Kind sollte "sich in der Schule sicher fühlen und frei von Angst und Gewalt lernen können", schrieb sie im Onlinedienst Bluesky.
Derartige Gewalttaten sind in Österreich äußerst selten. Laut dem Global Peace Index gehört das Alpenland zu den zehn sichersten Ländern der Welt.
R.Buehler--VB