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Machetenattacke auf Polizeiwache in Rheinland-Pfalz: Acht Jahre Haft für Angreifer
Wegen eines Machetenangriffs auf eine Polizeiwache im rheinland-pfälzischen Linz ist ein Mann zu acht Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Koblenz sprach ihn am Donnerstag des versuchten Mordes und der Sachbeschädigung schuldig, wie ein Gerichtssprecher sagte.
Der Anklage zufolge soll er in der Nacht zum 6. September mit einer Machete bewaffnet die Wache in Linz betreten haben, um dort alle Polizisten zu töten. Mit der Machete soll er rund 50 Mal auf die Trennscheibe zwischen ihm und den diensthabenden Beamten eingeschlagen haben. Dabei habe der Mann dreimal "Allahu Akbar" gerufen und geäußert, dass er Polizisten töten wolle. Ein Beamter verriegelte die Außentür, so dass der damals 29-Jährige in der Schleuse eingesperrt wurde.
In den kommenden Stunden habe er dann mehrfach gegen die Scheiben geschlagen und getreten, die dadurch stark beschädigt wurden. Den Polizisten drohte er weiterhin mit dem Tod. Laut Anklage sympathisierte der Mann mit der Ideologie der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).
Aus seiner Sicht repräsentierten die Polizisten eine Politik und Gesellschaftsordnung, die nicht seinen religiösen Vorstellungen entsprechen. Deswegen habe er die Polizisten töten wollen. Letztlich konnte der Mann überwältigt werden. Der in der Schleuse entstandene Schaden wurde auf rund 70.000 Euro beziffert.
Mit dem Urteil blieb das Gericht unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die elf Jahre Haft beantragt hatte. Die Verteidigung stellte nach Angaben des Gerichtssprechers keinen konkreten Antrag.
M.Vogt--VB