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US-Küstenwache sucht nach U-Boot für Besichtigung des "Titanic"-Wracks im Atlantik
Die US-Küstenwache sucht nach einem kleinen U-Boot, das vor der Küste Nordamerikas verschwunden ist und für touristische Touren zum Wrack gesunkenen Kreuzfahrtschiffes "Titanic" genutzt wird. Die Suche nach dem U-Boot laufe, sagte ein Sprecher des Küstenwachen-Koordinierungszentrum in der Ostküstenmetropole Boston am Montag. Laut Medienberichten waren fünf Menschen an Bord des Tauchbootes, darunter möglicherweise ein britischer Pilot.
Die kanadische Küstenwache beteiligte sich nach eigenen Angaben mit einem Flugzeug und einem Schiff ebenfalls an dem Rettungseinsatz. Das Unternehmen OceanGate Expeditions, dem das touristisch genutzte U-Boot gehört, schrieb auf seiner Website, derzeit laufe eine Expedition. Laut dem US-Sender CBS News erklärte die Firma, sie prüfe und mobilisiere "alle Optionen, um die Besatzung wohlbehalten zurückzubringen".
"Unser gesamtes Augenmerk liegt auf den Besatzungsmitgliedern des Tauchbootes und ihren Angehörigen", hieß es demnach in der Erklärung weiter. Das Unternehmen sei "zutiefst dankbar für die umfangreiche Hilfe, die wir von mehreren Regierungsbehörden und Tiefsee-Unternehmen erhalten haben bei unseren Bemühungen, den Kontakt zu dem Tauchboot wieder herzustellen".
Nach Informationen der britischen Zeitung "The Guardian" waren fünf Menschen an Bord, darunter möglicherweise der britische Milliardär und Pilot Hamish Harding. Dieser hatte am Sonntag auf seinem Instagram-Profil mitgeteilt, er sei "stolz endlich ankündigen zu können", dass er sich der Mission zum Wrack der "Titanic" anschließen werde. "Es hat sich ein Wetterfenster geöffnet und wir werden morgen einen Tauchgang versuchen", schrieb Harding weiter.
"Die Besatzung des U-Boots besteht aus einigen legendären Forschern, von denen einige seit den 80er-Jahren mehr als 30 Tauchgänge zur 'Titanic' unternommen haben", hieß es in dem Beitrag. Auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP äußerte sich Hardings Firma nicht zu dem Vorfall. Dem "Guardian" zufolge wäre er einer der seltenen Touristen, die sich zum Wrack der des legendären Kreuzfahrtschiffs begeben haben.
Die "Titanic", die als unsinkbar galt, war am 10. April 1912 vom englischen Hafen Southampton zu einer Atlantiküberquerung aufgebrochen. Fünf Tage später ging das damals größte Kreuzfahrtschiff der Welt unter, nachdem es einen Eisberg gerammt hatte. Fast 1500 der 2224 Menschen an Bord kamen ums Leben.
Das Wrack des in zwei Teile gebrochenen britischen Schiffes wurde erst 1985 etwa 650 Kilometer vor der kanadischen Küste gefunden. Es liegt in internationalen Gewässern im Atlantik in etwa 4000 Metern Tiefe. Die "Titanic" übt immer noch eine große Faszination aus. Seit seiner Entdeckung besichtigen regelmäßig Forscher, aber auch Touristen das Wrack.
G.Schulte--BTB