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Selenskyj besucht Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist am Donnerstag zu Gesprächen am Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) im niederländischen Den Haag eingetroffen. Selenskyj traf am Vormittag am Sitz des Gerichts ein, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP beobachtete. Der IStGH ermittelt zu möglichen Kriegsverbrechen in der Ukraine.
Es ist der erste offizielle Besuch von Selenskyj in den Niederlanden. Der ukrainische Präsident landete am Mittwochabend laut der niederländischen Nachrichtenagentur ANP auf dem Flughafen Amsterdam-Schiphol, nachdem er an einem Treffen verschiedener nordischer Länder im finnischen Helsinki teilgenommen hatte.
Am Donnerstagmorgen besuchte Selenskyj ANP zufolge den niederländischen Senat in Den Haag, ehe er zum IStGH reiste. Laut dem niederländischen öffentlich-rechtlichen Sender NOS wollte Selenskyj in Den Haag eine Rede halten.
Geplant ist außerdem ein Gespräch Selenskyjs mit dem niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte und dem belgischen Regierungschef Alexander De Croo in Den Haag, wie der belgische Ministerpräsident im Onlinedienst Twitter schrieb.
Der IStGH ermittelt zu Kriegsverbrechen im Ukraine-Krieg. Wegen der mutmaßlichen Verschleppung ukrainischer Kinder durch Russland hatte das Gericht im März einen Haftbefehl gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin und die "Kinderrechtsbeauftragte" des Präsidenten, Maria Alexejewna Lwowa-Belowa, erlassen.
Die Niederlande haben die Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 finanziell wie militärisch unterstützt. Im April kündigten die Niederlande den gemeinsam mit Dänemark zu bestreitenden Kauf von 14 Leopard-2-Panzern an, die an Kiew geliefert werden sollen.
N.Fournier--BTB