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Anti-israelische Proteste an Unis: USA entziehen rund 300 Menschen Visa
Im Vorgehen gegen die anti-israelischen Proteste an US-Hochschulen hat die Regierung in Washington die Visa von rund 300 Menschen annulliert. Auf die Frage bei einem Besuch in Guyana dazu, ob Berichte über die Entziehung von 300 Visa zuträfen, sagte US-Außenminister Marco Rubio am Donnerstag: "Vielleicht sind es inzwischen mehr als 300. Wir machen das jeden Tag, jedes Mal, wenn ich einen dieser Verrückten finde."
Im vergangenen Jahr hatte es an zahlreichen US-Universitäten gewalttätige anti-israelische Proteste wegen des Kriegs zwischen Israel und der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas gegeben. Vor rund zweieinhalb Wochen wurde einer der bekanntesten Vertreter der pro-palästinensischen Proteste, der Student und Aktivist Mahmoud Khalil, von Mitarbeitern der Einwanderungs- und Grenzschutzbehörde ICE festgenommen. Er hatte nach Angaben eines Studentenverbandes zum Zeitpunkt seiner Festnahme eine permanente Aufenthaltsgenehmigung, eine sogenannte Green Card.
Khalil wird vorgeworfen, während pro-palästinensischer Proteste an der renommierten Columbia University in New York im vergangenen Jahr Hamas-freundliche Ansichten vertreten zu haben. Das US-Heimatschutzinisterium erklärte, die Festnahme sei im Einklang mit Präsident Donald Trumps Dekreten zum Verbot von Antisemitismus erfolgt. Trump hatte nach Khalils Festnahme weitere derartige Maßnahmen angekündigt.
A.Ruegg--VB